zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

20. August 2017 | 10:30 Uhr

Knöllchen-Geld für Verkehrssicherheit?

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

CDU will bis zu 200 000 Euro auch zur Verminderung von Wildunfällen investieren

Die immerhin sechsstelligen Einnahmen des Kreises Plön aus Geschwindigkeitskontrollen sollen nicht mehr im allgemeinen Haushalt versickern. Die CDU-Kreistagsfraktion hat vorgeschlagen, das Geld künftig zweckgebunden für mehr Verkehrssicherheit im Kreis Plön auszugeben.

Für den Kreistag am Donnerstag (15. Dezember), der bereits um 16 Uhr beginnt. hat die CDU-Kreistagsfraktion beantragt, einen Förderansatz von bis zu 200  000 Euro in die Verkehrssicherheit zu investieren. Als Beispiele werden Verkehrserziehung, Wildwarnanlagen, Wildwarnreflektoren und ein verbesserter Günschnitt an Straßenrändern genannt.

Die Entscheidung über die konkrete Verwendung der Mittel soll dem Ausschuss für Bauen, Umwelt und Abfallwirtschaft übertragen werden. Weiteres Geld soll nach Vorstellung der CDU zur Klärung der Frage ausgegeben werden, ob Kreisverkehre an bestimmten Kreuzungen mehr Verkehrssicherheit bringen würden? Es könnte aber auch von 2018 an für den Wiedereinstieg in den Radwegebau verwendet werden.

40 Prozent der Unfälle im Kreisgebiet seien Wildunfälle. Allein diese Zahl mache die Notwendigkeit deutlich, mehr für die Reduzierung von Wildunfällen zu tun. Dazu könnten Wildwarnreflektoren beitragen, wie sie bereits von Jägern in einer großen Zahl angebracht werden. Der Kreis sollte das künftig unterstützen, rät die CDU.

Eine weitere aus dem „Knöllchen-Geld“ finanzierte Maßnahme könnte die Anschaffung von Wildwarnanlagen sein, wie eine auf der Höhe Rastorfer Passau schon installiert sei. Zudem sei ein stärkerer Gras- und Gebüschschnitt vor allem von Frühjahr bis Herbst an Straßenrändern empfehlenswert und könnte aus den Einnahmen finanziert werden.

Die CDU nennt die Verkehrserziehung einen wichtigen Beitrag für mehr Verkehrssicherheit. Zum Beispiel könnten mit dem Geld, das bei Geschwindigkeitskontrollen eingenommen wird, Schulen, Kindertagesstätten und Organisationen unterstützt werden, die sich für mehr Verkehrssicherheit engagieren.

Außerdem könne der Bau von Kreisverkehren eine wirksame Möglichkeit sein, an unfallträchtigen Kreuzungen für mehr Verkehrssicherheit zu sorgen. Es sollte deshalb auch geprüft werden, so die CDU, ob der Bau von Kreiseln geeignet wäre, die Zahl von Unfällen zu verringern.

zur Startseite

von
erstellt am 09.Dez.2016 | 17:20 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen