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Knappe Mehrheit für Abriss – jetzt ist Dialog gefordert

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 08.Mai.2017 | 00:33 Uhr

Das war knapp. Die Erleichterung stand Stadtvertretern und Bürgermeister beim Eintrudeln der ersten Ergebnisse ins Gesicht geschrieben – auch wenn sie lange darauf warten mussten. Das Haus des Gastes – mehr als drei Jahre Streitobjekt der Stadt – kann nun abgerissen werden. „Platz für Neues“ oder „Eutin lebt“ waren die Parolen, die rund um die letzten Tage vor der Wahl auf allen Kanälen gegen das Bestreben der Bürgerinitiative gestreut wurden, denn die politischen Vertreter spürten sehr wohl, dass es knapp werden könnte. Die Bürgerinitiative hatte es geschafft, die „Wutbürger“ zu mobilisieren. Der Entscheid ist zwar nicht im Sinne der Bürgerinitiative ausgegangen, zeigte aber doch, wie viel Groll und Gegeneinander es in dieser Stadt gibt.

Das muss sich dringend ändern. Eutin kann mehr erreichen, wenn Menschen mit Visionen eine Chance bekommen, bevor alles zerredet wird. Eutin kann attraktiver werden, wenn auch die Kaufleute der Innenstadt merken, dass gemeinsam mehr geht als allein. Jetzt muss gehandelt werden. Den „Aufschwung durch die Landesgartenschau“ kann keiner mehr hören. Es müssen Taten folgen. Wirklich groß wäre, wenn die Menschen, die sich für das Haus an der Stadtbucht engagiert haben, sich nun ebenso stark für das Gemeinwohl Eutins einsetzten – ganz ohne Groll und Trauer über den verlorenen Entscheid. Eutin muss nach vorn blicken. Am besten gemeinsam.

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