zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

20. August 2017 | 16:13 Uhr

Klimaschutzkonzept: Start im April

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Bei der Auftaktveranstaltung soll mit lokalen Akteuren eine Arbeitsgruppe gebildet werden, die mithilft, das Konzept aufzustellen

Das bereits 2013 vom Umweltausschuss auf den Weg gebrachte Klimaschutzkonzept des Kreises Ostholstein nimmt Fahrt auf. Das externe Beratungsbüro „infas enermetric Consulting“ werde das Konzept in Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung und örtlichen Akteuren aufstellen, kündigten Landrat Reinhard Sager und Thomas Pöhlker vom Beratungsbüro an. Das Büro habe bereits andere Kreise in Sachen Klimaschutz beraten.

Im April werde es eine öffentliche Auftaktveranstaltung geben. Dabei solle eine Arbeitsgemeinschaft eingerichtet werden, die die Erstellung des Konzeptes bis Ende 2015 mit zwei öffentlichen Veranstaltungen zur Darstellung der jeweils aktuellen Zwischenbilanz begleite. Danach werde ein Klimaschutzmanager die Umsetzung der erarbeiteten Maßnahmen unterstützen.

Sager sieht in dem Projekt eine Chance, in Ostholstein ein breites Bündnis aus Politik, Verwaltung und regionalen Akteuren zu etablieren, das sich für den Klimaschutz im Kreis einsetzt und das Thema in der Region neu positioniert: „Das Konzept soll zum einen die Belange des Kreises, auf die der Kreis selbst Einfluss hat, wie zum Beispiel die eigenen Liegenschaften oder den ÖPNV, berühren. Zum anderen sollen auch besonders übergreifende Aspekte, wie der Tourismus, zum Gegenstand des Klimaschutzkonzept werden.“ Vorteilhaft sei, dass bereits vorliegende Klimaschutzkonzepte aus den Gemeinden in das Kreiskonzept einflössen und somit Synergien geschaffen werden könnten.

Ausgehend von der Zielsetzung der Bundesregierung, die Treibhausgasemissionen bis 2020 zu senken, sollen mit Hilfe des Konzeptes die Möglichkeiten zur Reduzierung des CO2-
Ausstoßes im Kreisgebiet insgesamt identifiziert und quantifiziert werden. So werden Energiesparpotenziale für alle im Kreis relevanten Sektoren wie Gebäude der öffentlichen Hand, private Haushalte, Wirtschaft, Verkehr oder Tourismus analysiert. Neben interessierten Bürgern sollen auch Kommunen, die drei Aktiv-Regionen im Kreisgebiet, das Handwerk, Wirtschaftsunternehmen, Energieversorger sowie Verbände, Schulen und andere Aus- und Weiterbildungseinrichtungen, Fachplaner wie Ingenieure oder Architekten, kirchliche Einrichtungen und die Medien eingebunden werden.

Die Ergebnisse werden schließlich Grundlage für die regionale Klimaschutzdiskussion sein und einen Vergleich mit anderen Kreisen ermöglichen. Nicht zuletzt werden nach der Erstellung des Maßnahmenpakets Controlling-Instrumente geschaffen, um zu sehen, ob Klimaschutzziele erreicht werden. Das Controlling soll eine kontinuierliche Datenerfassung und -auswertung umfassen sowie die Veränderungen in der CO2-Bilanz und beim Energieverbrauch dokumentieren.

zur Startseite

von
erstellt am 17.Feb.2015 | 18:02 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen