Gemeindevertretung Grebin : Kleine Lösung für Mühlen-Café

Das Mühlen-Café soll jetzt doch von der Gemeinde Grebin erhalten bleiben.
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Das Mühlen-Café soll jetzt doch von der Gemeinde Grebin erhalten bleiben.

Die Grebiner Gemeindevertretung hat hohe Ziele: bis 2015 soll das Café im Mühlenareal wieder belebt werden. Eine Künstlerin aus Dersau hat Interesse gezeigt.

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25. Juni 2014, 04:30 Uhr

Alles wieder auf Null – die bei „Inspektour“ für über 17 000 Euro in Auftrag gegebene Planung um die Zukunft des Mühlen-Cafés ist schon wieder Makulatur. Die von dort vorgeschlagenen Lösungen – vom günstigen Barfuß-Gang bis zum teuren Wohnprojekt – rissen die Gemeindevertreter nicht vom Hocker. Jetzt soll mit möglichst wenig Geld viel erreicht werden. Das Ziel bleibt gleich: Das Mühlen-Café soll wieder belebt werden. Nur der Ziel-Termin ist neu: 1. März 2015.

Der von den „Inspektour“-Planern in allen Varianten vorgeschlagenen Abriss des eigentlich maroden Mühlen-Cafés scheint der Mehrheit
in der Gemeindevertretung auch zu schade. Jetzt soll Bürgermeister Jochen Usinger per Anzeigen mögliche Betreiber oder Investoren für das Mühlen-Café suchen und parallel ermitteln, was die Gemeinde Grebin für behördliche Auflagen investieren muss, um das Mühlen-Café wieder als solches zu betreiben.

In die Diskussion in der Gemeindevertretung am Montagabend um die Zukunft des Mühlenareals brachte sich auch Künstlerin und Pädagogin Marie Weissert aus Dannau ein. Sie könne sich Mühle und Mühlen-Café auch als Ort für Kunstschaffende vorstellen und einen alten Traum verwirklichen. Für Kurse mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen sei das Mühlen-Café als Kunst-Werkstatt-Café ideal.

Aber auch eine Arbeitsgruppe hatte mit Bürgermeister Jochen Usinger
Ideen für die Zukunft des Mühlenareals gesammelt: Einem Verein könnte Geld als Startkapital für den Umbau des Mühlen-Cafés gegeben oder es könnte eine Genossenschaft gegründet werden. Auch an ein Beschäftigungsmodell für Langzeitsarbeitslose wurde gedacht. Ein Plöner Makler würde nach einem Betreiber für das Café suchen oder aber einst ausgeklammerte Planer könnten wieder zu Wort kommen.

„Wir wollen jetzt einen noch längeren Leerstand des Mühlen-Cafés verhindern“, sagte der fraktionslose Karl Schuch. Erst nach den Recherchen des Bürgermeisters könne über Projekte diskutiert werden. Für Stefan Keller (KWG) war das Ergebnis der Arbeit von „Inspektour“, dass in Grebin mit einem Mühlen-Café kein Geld verdient werden kann, ernüchternd. Joachim Burgemeister (CDU) versteht die Arbeit von „Inspektour“ als „Schutz-Gutachten“ für die Gemeinde. Die Auftragsarbeit sei eine gute Grundlage für die Suche der Gemeinde nach Investoren.


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