Kleine Künstler ganz groß

Die kleinen Zauberer überraschten mit Feuer- und Tüchertricks das Publikum.
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Die kleinen Zauberer überraschten mit Feuer- und Tüchertricks das Publikum.

300 Kinder der Grundschule am Kleinen See zeigen ihr Können in der Zirkus-Manege / Vorstellung heute Abend um 18 Uhr

shz.de von
18. Mai 2018, 00:40 Uhr

Zelteingang zu – Vorhang auf: Die ersten Worte der Clowns, die sich als Zirkusdirektoren ausgeben, kommen noch etwas schüchtern aus den Kindermündern. Doch je weiter die Show voranschreitet, desto sicherer scheinen die kleinen Artisten. Eine ganze Woche tauschten gut 300 Grundschüler am Kleinen Eutiner See den Unterrichtsraum gegen die Zirkus-Manege. Statt Mathe und Deutsch standen Akrobatik, Clownerie und Jonglage auf dem „Lehrplan“. Gestern gab es die Generalprobe und einen ersten Auftritt, der zweite folgt heute Abend ab 18 Uhr im Zirkus-Zelt am Kleinen See.

„Anfangs waren die Kinder sehr aufgeregt, einige sogar so stark, das Tränen flossen. Und jetzt sind alle mit voller Begeisterung dabei. Das ist wirklich toll“, sagt Lehrerin Birgit Hohner. Die Gemeinschaftserfahrung und das jahrgangsübergreifende Lernen seien toll für das soziale Leben an der Schule insgesamt und für jeden einzelnen, betont Andrea Kropp, Leiterin der Außenstelle am Kleinen See. Große Viertklässler helfen beispielsweise den „neuen“ Erstklässlern – im Team erarbeiteten sie die einzelnen Zirkusnummern, die vor Eltern und Interessierten präsentiert werden. Fast nebenbei erhielten die insgesamt rund 300 Kinder einen Einblick ins Zirkus-Familien-Leben der Trabers.

Für die Grundschule war es die erste Projektwoche zusammen mit der Familie, die sonst in Süsel ihren Sitz hat, aber vermutlich nicht die letzte. Die Zirkus-Projektwoche habe es geschafft, Kinder zum Lernen ihrer Texte oder anderer Aufgaben zu motivieren, was einfach toll sei, so Kropp. „Man muss nur mal in die Gesichter schauen. Sie alle sind ganz stolz, wenn sie ihre Nummer geschafft haben und der Applaus kommt. Das ist eine tolle Erfahrung und das Stück Selbstbewusstsein ist wichtig für alle“, sagt eine andere Lehrerin. Und auch Peter Traber zeigte sich begeistert: „Erst sind sie nervös, dann steigt der Ehrgeiz und jetzt möchte jeder der Beste sein und ist stolz, das Gelernte zu präsentieren.“

Ob Zaubershow, auf Nagelbrettern stehen oder über Scherben laufen, Teller jonglieren oder gekonnt am Trapez agieren – die Kinderaugen strahlen im Zirkuszelt. „Ich habe einen Salto gelernt und kann ein Rad, das ist echt toll“, sagt Drittklässlerin Linda. Und Kropp freute sich über einen weiteren Effekt: „Wir haben eine tolle Jonglierkiste, die bislang nur in der Ecke stand. Jetzt, wo die Kinder gelernt haben, damit umzugehen, kommt sie endlich zum Einsatz und sie probieren sich aus.“

Finanziert wird die Projektwoche in der Manege von Elternbeiträgen, einem Zuschuss des Schulvereins sowie den Eintrittsgeldern. Erwachsene zahlen vier, Kinder zwei Euro.


Das Zirkuszelt steht gegenüber der Schule am See, Lübsche Koppel.

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