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Ostholsteiner Anzeiger

20. Oktober 2017 | 20:14 Uhr

Kleine Kicker auf den Spuren des HSV

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Fußballcamp des Bundesligisten Hamburger SV auf dem Waldecksportplatz in Eutin mit 79 Kindern, fünf Nachwuchstrainern und einem erfahrenen Coach

shz.de von
erstellt am 05.Aug.2015 | 13:43 Uhr

Für Paul ist der Fall klar: „Ich mag Rene Adler, weil ich auch Torwart bin!“ Beim HSV-Fußballcamp sind 79 Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren am Ball, um die sich fünf Nachwuchstrainer kümmern. Die Leitung hat Ralf Schehr, der auch schon ausgewachsene Profis trainiert hat. Er hat die Bundesligamannschaft des Hamburger SV in der Schlussphase der Saison 1996/97 vor dem Abstieg bewahrt.

Schehr ist ein Mann der klaren Worte. „Das Wasser ist zum Trinken da!“, sagt der 59-Jährige und rüffelt die Jungen, die sich im Übermut gegenseitig nass spritzen. Disziplin muss sein. Regel Nummer 1: Wenn der Trainer spricht, hören alle zu!

Die Jungen und Mädchen sind mit großem Eifer dabei. Auf fünf Stationen stehen verschiedene Übungen auf dem Plan. Vier Vierermannschaften spielen auf zwei kleinen Spielfeldern gegeneinander. Da kommt es auf die Technik an, den Blick
für den Mitspieler und Freilaufen.

Wer denkt, dass Fußball nur mit dem Fuß gespielt wird, ist auf dem Holzweg. Ball- und Körperbeherrschung sind wichtig. „Werft den Ball hoch und fangt ihn mit den Händen hinter dem Rücken wieder auf!“, fordert einer der Coaches. Das schult das Auge und das Ballgefühl.

Die nächste Gruppe übt die enge Ballführung mit genauem Querpass in Richtung
auf ein rotes Hütchen und schließt die Aktion mit ei-nem Torschuss ab. „Guter Schuss!“, kommt das prompte Trainerlob – auch wenn der Ball an die Latte klatscht.

Wieder eine Station weiter dribbeln die Kinder um die Wette durch einen ziemlich eng gebauten Parcours. „Führt den Ball eng am Fuß!“, gibt der Coach den Kickern mit auf den Weg.

Passübungen stehen auf der letzten Station im Blickpunkt. Genaues Zuspiel, dabei den Ball aus der Bewegung annehmen und zurückspielen. Das ist eine Übung für Fortgeschrittene.

Zwischen den 20minütigen Übungseinheiten gibt es Trinkpausen, ganz wie bei den Großen. „Ich finde Messi gut“, stellt Lennard auf die Frage nach seinem Lieblingsfußballer fest. Paul war in der vergangenen Saison sogar im Stadion. „Da haben wir HSV gegen Eintracht Frankfurt geguckt“, erinnert er sich. Auch das Ergebnis weiß er noch: „2:1 für Frankfurt.“ Diese Saison soll der HSV besser abschneiden als zuletzt. Für die nötigen Tore soll Pauls zweiter Lieblingsspieler sorgen: „Lasogga finde ich auch gut!“

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