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Ostholsteiner Anzeiger

20. Oktober 2017 | 09:41 Uhr

„Kleine Gemeinden bedeuten Bürgernähe“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Neujahresempfang in Hasselburg: Peter Zink vom Amt Ostholstein-Mitte plädiert für Erhalt kleinteiliger Strukturen und eine sachgerechte finanzielle Ausstattung

von
erstellt am 21.Jan.2014 | 00:33 Uhr

Die historische Scheune des Gutes Hasselburg mit ihrer besonderen Atmosphäre war erstmals der Rahmen für den Neujahrsempfang des Amtes Ostholstein-Mitte, dessen zahlreiche Gäste nicht nur Reden, sondern auch ein kulturelles Programm erlebten. An dem wirkten der Basilika-Chor der Kirchengemeinde Altenkrempe, die Kinder des evangelischen Kindergartens und die Volkstanzgemeinschaft Ostholstein mit.

Peter Zink, Amtsvorsteher und Bürgermeister in Altenkrempe, ließ das vergangene Jahr mit Kommunal- und Bundestagswahl Revue passieren und sah positiv auf 2014. Er zitierte Novalis: „Begrüße das neue Jahr vertrauensvoll und ohne Vorurteile, dann hast du es schon halb zum Freunde gewonnen.“ Er erwarte das Ergebnis des Raumordnungsverfahrens zur Hinterlandanbindung der Fehmarnbeltquerung in den nächsten Monaten und hoffe im folgenden Planfeststellungsverfahren weiterhin auf rege Bürgerbeteiligung. Sie könnten durch ihre Eingaben auf Nachteile für die Menschen vor Ort hinweisen und Positives bewirken. Dennoch müsse allen klar sein, dass es keine Bahntrasse gebe, die niemanden störe.

Landrat Reinhard Sager (CDU) als auch der Landtagsabgeordnete Lars Winter (SPD) stießen ins gleiche Horn. Er sei „guten Mutes“, dass sich die schlimmsten Befürchtungen nicht bewahrheiten, sagte Winter. Er habe Vertrauen in das Raumordnungsverfahren, und es müsse jedem klar sein, dass die Querung komme, sagte Sager. Sich bis 2021 nicht darauf vorzubereiten wäre verantwortungslos. Gleiches gelte auch für den Bau einer 380-Kv-Stromleitung von Göhl nach Lübeck, die für die Weiterleitung des Stroms aus einem der windreichsten Kreise des Landes notwenig sei.

Mit Blick auf eine anhaltend schlechte Wahlbeteiligung warb Peter Zink für die Erhaltung kleinteiliger Gemeindestrukturen. Die daraus resultierende Bürgernähe sei auch Grundlage des wichtigen bürgerlichen Engagements. Zink forderte weiter eine sachgerechte Finanzausstattung der Kommunen und eine Rückkehr zu festen Schulbeiträgen: Es könne nicht sein, dass Gemeinden bei Investitionsentscheidungen für weiterführende Schulen nicht gefragt würden, die Kosten aber über Gastschulbeiträge tragen müssten.

Lars Winter erinnerte an den Auftrag der Landesregierung, die Finanzen zu konsolidieren. Und bei jeder Veränderung gebe es immer einen Begünstigten und einen Belasteten.

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