Kleine Flitzer mit Straßenzulassung

Tjorven Götz (re.) und Maik Wenckstern stellten die „Hot Rods“ in Neustadt vor.
Tjorven Götz (re.) und Maik Wenckstern stellten die „Hot Rods“ in Neustadt vor.

„Hot Rods“ gibt es jetzt auch in Neustadt / Fahrbar mit Pkw-Führerschein

shz.de von
01. Juni 2018, 14:10 Uhr

Beim flüchtigen Hinschauen möchte man ja fast an die legendären Seifenkisten denken. Doch bei einem genauen Blick auf einen „Hot Rod“ sieht der Betrachter gleich, hier ist ein zwar kleines aber grundsolides Fahrzeug unterwegs. Und da kann sich der Fahrer sicher sein, neugierige und bewundernde Blicke treffen ihn auf seinen Touren immer wieder.

Auf „Hot Rods“ wird man im Raum Neustadt nun öfter treffen. Tjorven Götz hat sich dort in der Sierksdorfer Straße 27 mit der Firma „Hot Rod Fun“ selbstständig gemacht. Mit diesen Flitzern bietet er geführte Touren entlang der Ostsee an. In solch einen Einsitzer darf aber nur einsteigen, wer 18 Jahre alt ist und einen Pkw-Führerschein besitzt. Außerdem darf er sich nicht allein auf die Piste, pardon, auf die Straße begeben. „Ein Guide muss immer dabei sein“, berichtet Tjorven Götz. Ganz gleich ob eine Einzelperson oder eine Gruppe eine Tour unternehmen möchte. „Die Touren werden immer geführt“, betont der 24-jährige Jungunternehmer. Die Hot Rods seien für den Straßenverkehr zugelassen, berichtet er weiter, die Zulassung entspreche einer Squad-Zulassung. Und am Anfang jeder Tour steht eine Einweisung der Fahrer. Die Kosten reichen von 49 Euro für eine Stunde bis 89 Euro für zwei Stunden. Die Miniflitzer verfügen über einen Ein-Zylinder-Motor mit 170 Kubikzentimeter, der 14 PS leistet. Sie haben eine Variomatik mit Vorwärts- und Rückwärtsgang. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 88 Stundenkilometer, aber auch nur dann, wenn die Straßenverkehrsordnung das zulässt. An Verkehrsregeln hat sich der Fahrer, wie jeder andere Verkehrsteilnehmer auch, zu halten.

Die Idee, sich mit den „Hot Rods“ selbstständig zu machen, klingt recht unspektakulär. „Ein Bekannter hatte mir mal Fotos gezeigt“, teilt Tjorven Götz mit. „Ich war begeistert und habe dann recherchiert.“ So stieß er dann auf Maik Wenckstern aus Norderstedt, der die Fahrzeuge produziert. Zusammen mit seinem Bruder habe er bis zum Jahr 2010 sich zunächst mit dem Tüv auseinander gesetzt, berichtet der Hersteller. Schließlich müsse man einige Bedingungen erfüllen. Dann habe sich auch die Frage gestellt, ob überhaupt eine Nachfrage für die kleinen Flitzer bestehe. „Doch schon 2010 gingen erste Bestellungen ein“, sagt Maik Wenckstern. Mittlerweile baue man zwei Fahrzeuge pro Tag und möchte auf vier Fahrzeuge erhöhen. Vertrieben werden die „Hot Rods“ künftig im Franchise-System. Nach Hamburg ist Neustadt die zweite Station, Dresden soll als dritte folgen.

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