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Ostholsteiner Anzeiger

23. Oktober 2017 | 23:24 Uhr

Klaus Blöcker verlässt die CDU-Fraktion

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Weitere Konsequenzen des Austritts noch unklar

shz.de von
erstellt am 04.Dez.2015 | 00:33 Uhr

Eklat gestern Abend im Kreistag: Am Dienstag hatte die CDU-Kreistagsfraktion Klaus Blöcker aus dem Jugendhilfeausschuss abberufen (der OHA berichtete), gestern Abend nutzte Blöcker die Bühne der Sitzung des Kreistages, um aus der CDU-Kreistagsfraktion auszutreten. „Ich werde nicht schweigen, niemals und auch nicht in Zukunft“, sagte er entschlossen. Ihm war innerhalb der Fraktion vorgeworfen worden, oft seinen eigenen Weg zu gehen und nicht mit der Fraktion zu stimmen. Er habe seine Pflichten wahrgenommen und ihm brauche niemand zu sagen, welche Pflichten er habe, reagierte er auf den Schritt der CDU-Fraktion, die ihn am Dienstag mit 14 zu eins Stimmen aus der Verantwortung nahm.

Für das Zerwürfnis machte Blöcker öffentlich CDU-Fraktionschef Werner Kalinka verantwortlich. SPD-Fraktionschef Lutz Schlünsen nahm Blöcker in Schutz: „Wir haben keine Beanstandungen an seiner Arbeit und sehen keinen Vertrauensverlust gegenüber seiner Person.“ Kein Wunder: Blöcker stimmte oft mit der SPD und gegen seine Fraktion.

Übrigens: der einzige, der in der CDU-Fraktionssitzung am Dienstag für Klaus Blöcker stimmte, war Peter Sönnichsen, der in der Vergangenheit auch bereits mehrfach gegen seine CDU-Fraktion im Kreistag stimmte. Das Pikante: Sönnichsen ist nicht nur Kreispräsident, sondern auch CDU-Landtagsabgeordneter. Welche weiteren Konsequenzen das Verhalten Blöckers gestern im Plöner Kreistag haben wird, stand gestern Abend noch nicht fest, denn Klaus Blöcker ist auch stellvertretender CDU-Kreisvorsitzender in Plön und enger Mitarbeiter des CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Philipp Murmann. Zur Nachfolgerin Blöckers in den Jugendhilfeausschuss wurde gestern Abend Hildegard Mersmann mit 18 Ja-Stimmen und 26 Enthaltungen gewählt. Neuer Vorsitzender im Jugendhilfeausschuss soll im Frühjahr Tade Peetz werden.


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