zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

20. August 2017 | 02:53 Uhr

Klarheit für Sagauer Glasfaser-Kunden

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Zweckverband Ostholstein tritt mit der Kieler TNG in direkte Konkurrenz zu den Stadtwerken Eutin / Anschluss wird ab Mitte 2018 möglich

Anders als ursprünglich geplant fand Donnerstag noch vor den Sommerferien eine Infoveranstaltung des Zweckverbandes Ostholstein (ZVO) und der Kieler TNG für die Gemeinde Kasseedorf in Sachen schnelles Internet statt. Bürgermeisterin Regina Voß hatte darauf gedrängt, um Klarheit für die Bürger über den Ausbau des Glasfasernetzes zu erhalten, nachdem die Stadtwerke Eutin (SWE) in Sagau und Kasseedorf bereits Vorverträge für ein eigenes Netz geschlossen haben. Auch für die neuen SWE-Kunden werde es die Möglichkeit geben, sich an das von der TNG betriebene Breitbandnetz des ZVO anschließen zu lassen. Diese Nachricht hatte TNG-Vertriebsleiter Martin Stadie für rund 100 Interessierte in der Griebeler Mehrzweckhalle.

Zuvor hatte Torsten Hindenburg für den ZVO bestätigt, dass – anders als in Süsel – in Kasseedorf das gesamte Gemeindegebiet als „weißer Fleck“ gelte und somit in die Anschluss-Quote von 60 Prozent aller Haushalte und Gewerbebetriebe einfließe. Das bedeute aber auch, dass jeder Haushalt das Angebot der TNG annehmen könne. Hindenburg deutete an, dass das Cluster, in dem die Quote erreicht werden muss, auch größer als die Gemeinde Kasseedorf sein könne.

Konkret wollte er jedoch nicht werden, da die Planungen noch laufen. „Wir wollten erst nach den Sommerferien zu Ihnen kommen. Wir sind noch dabei die Cluster zu betrachten“, warb er für Verständnis. Die Entscheidung für die TNG als Betreiber sei im Breitbandnetzkontrollausschuss einstimmig und ohne Enthaltung gefallen.

Der TNG-Vertriebsleiter gab zu, sein Unternehmen sei von der Situation in Kasseedorf und Süsel, wo die SWE aktiv um Kunden werben, überrascht, hatte aber ein klare Antwort auf die Frage: Glasfaser mit SWE oder TNG? „Wir warten auf Sie. Wir werden Sie nicht doppelt bezahlen lassen.“ Wer einen Vorvertrag mit den Stadtwerken geschlossen habe, könne sich dennoch für den Anschluss an das Netz des ZVO entscheiden. Alle Kunden mit noch laufenden Verträgen bei anderen Telekommunikationsanbietern erhielten zwar im Rahmen des Netzausbaus die Glasfaserleitung, müssten an TNG aber erst mit Ablauf des alten Vertrages zahlen. Das Internet könne bereits ab dem Zeitpunkt der Fertigstellung des Hausanschlusses kostenlos genutzt werden. Stadie schätzt den Zeitraum, bis das Netz in Betrieb geht, auf neun Monate nach dem Ende der Vorvermarktungsfrist, die am 15. Oktober abläuft.

zur Startseite

von
erstellt am 21.Jul.2017 | 11:36 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen