Klare Absage für Tempo-Limit auf Grebiner Weg

Mit einem aus einzelnen Schildern zusammengesetzten Spruchband demonstrierten Schulkinder für Tempo 30 im Grebiner Weg.
Mit einem aus einzelnen Schildern zusammengesetzten Spruchband demonstrierten Schulkinder für Tempo 30 im Grebiner Weg.

shz.de von
04. November 2013, 00:33 Uhr

Aufgeben? Das kommt für die zahlreichen Neversfelder, die eine Reduzierung auf Tempo 30 für die Ortsdurchfahrt Grebiner Weg (Kreisstraße 57) fordern, nicht in Frage. Um ihrem Vorhaben Nachdruck zu verleihen, hielten Schulkinder jüngst Schilder mit Buchstaben und Zahlen in die Höhe, auf denen in der Summe stand: „Es reicht! Tempo 30 auf der K57! Jetzt!“

Der sehr schmale und pa-rallel zur Ortsdurchfahrt verlaufende Gehweg wird nach Angaben von Ortsvorsteher Günter Struck auch von rund 40 Schülern im Alter zwischen sechs und 16 Jahren genutzt. „Da der Grebiner Weg an mehreren Stellen nicht die Mindestbreite für Straßen-Neubauten von 5,50 Metern aufweist, entstehen durch die Enge regelmäßig Gefahrensituationen“, erläuterte Struck. Er hatte Malentes Bürgermeister Michael Koch bereits im Frühjahr eine Unterschriftenliste von Neversfeldern überreicht, die eine Tempo-Reduzierung befürworten. „Nahezu alle volljährigen Bürger haben unterzeichnet“, sagte Struck.

Um eine Lösung für die Ortsdurchfahrt zu finden, habe es vor rund vier Monaten eine Ortsbegehung mit Vertretern der Gemeinde Malente, der Polizei, des Kreises und des Landesbetriebes für Straßenbau und Verkehr gegeben. „Damals zeigten sich alle Vertreter einsichtig, dass hier Handlungsbedarf besteht“, berichtete Struck.

Das bestätigte Kreissprecherin Anja Sierks-Pfaff auf OHA-Anfrage. Zugleich schloss sie Tempo 30 aus. Eine solche Reduzierung sei laut Straßenverkehrsordnung nur bei „besonderen Umständen“ gestattet, etwa im direkten Umfeld vor Schulen und Kindergärten. Dies sei beim Grebiner Weg jedoch nicht der Fall. Die Straßenverkehrsordnung könne weder von der Verwaltung noch vom Kreistag geändert werden, hieß es aus dem Kreishaus.

Stattdessen empfiehlt der Kreis den Schülern, einen „kleinen, aber sicheren Umweg“ zu nehmen, der „ohne große Zeitverluste“ zurückzulegen sei. Ganz anderer Auffassung ist Struck. „Der Umweg verläuft über ,Am Holzberg‘, den Gehweg dort, die Breslauer Straße und die Neversfelder Straße und ist rund 600 Meter lang, das ist nicht vermittelbar.“

Als langfristige Lösung, so Struck, könne der Wassergraben neben der Ortsdurchfahrt zu einem breiteren Gehweg umfunktioniert werden. „Bis so etwas beschlossen und umgesetzt ist, vergehen Jahre.“ Das sei schlicht zu lange, monierte Struck. „Wir brauchen schnellstmöglich eine akzeptable Lösung.“

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