Majenfelde : Klage über fehlenden Rad- und Gehweg

Die Bushaltestelle in Majenfelde-Siedlung. Vor hier aus müssen die Majenfelder an der Straße entlang gehen.  Foto: Michael Kuhr
Die Bushaltestelle in Majenfelde-Siedlung. Vor hier aus müssen die Majenfelder an der Straße entlang gehen. Foto: Michael Kuhr

Der Wunsch ist so alt wie ein kostbarer Wein: Die Majenfelder hätten gern einen Radweg - von Hutzfeld nach Majenfelde und am besten gleich bis Eutin durch.

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24. November 2011, 12:33 Uhr

Majenfelde | In einem Brief an die Gemeinde Bosau machte Kirsten Möbius ihrem Unmut Luft. Bürgermeister Mario Schmidt antwortete prompt - konnte aber nur vertrösten...

Kirsten Möbius berichtete in ihrem Brief über eine Nachbarin, die an der Hauptstraße nur durch einen beherzten Sprung in den Graben einem entgegenkommenden Lkw ausweichen konnte. Auch sie selbst fühlt sich von überholenden Lkw bedrängt und sei als Radfahrerin schon einmal im Graben gelandet. "Im Sommer wurde ich Zeuge, wie ein ortsansässiger Landwirt mit seinem Treckergespann einen Radfahrer von der Straße drängte", schrieb Kirsten Möbius an den Bürgermeister.

Die neuen Busfahrpläne der Nord-Ostsee-Bahn zwängen die Anwohner, die Straße zur Siedlung entlang zu gehen. Auch Kinder müssten vor und nach der Schule von der Haltestelle Thürk zur Siedlung gehen. "Abgesehen von der grundsätzlichen Gefahr im Straßenverkehr für ältere Menschen und Kinder war der Weg beim Nebel der letzten Tage für Menschen jeden Alters lebensgefährlich", sagte Kirsten Möbius.

Bürgermeister Mario Schmidt teilte den Wunsch nach einem kombinierten Fuß- und Gehweg innerhalb einzelner Ortsteile der Dorfschaft Majenfelde. "Die Gemeinde setzt sich seit Jahren dafür ein, dass ein Rad- und Gehweg an der Landesstraße 176 durch das Land von Hutzfeld nach Eutin gebaut wird", schreibt der Bürgermeister an Kirsten Möbius. Doch aufgrund der bekannten Finanzsituation des Landes habe die Gemeinde noch keinerlei definitive Auskunft über den Zeitpunkt des Baus erhalten.

Eigentlich sind die Voraussetzungen gut: Der Weg habe eine verbindende Wirkung innerhalb der Ortsteile der Dorfschaft Majenfelde und diene sowohl den Interessen der Schulwegsicherung als auch des touristischen Bedarfs.

Die Majenfelderin Kirsten Möbius forderte verstärkte Geschwindigkeitskontrollen im Bereich der Siedlung im 70 km/h-Bereich. "Würde die Gemeinde an den Wochenenden in den Sommermonaten ein Radargerät aufstellen, wäre innerhalb kürzester Zeit ein Radweg durch überhöhte Geschwindigkeiten von Motorrad- und Sportwagenfahrern finanziert." Dazu Bürgermeister Schmidt: "Die Gemeinde Bosau ist regelmäßig im Kontakt mit der Polizeistation Hutzfeld und der Polizei in Eutin, damit hier Verkehrskontrollen vorgenommen werden."

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