Kitas nehmen Eltern in Blick

Fritzen: Land fördert die Einrichtung von Familienzentren

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27. Juni 2014, 13:32 Uhr

Das Land legt ein Förderprogramm für die Entwicklung von Kindertagesstätten zu Familienzentren auf. Darauf weist die Landtagsabgeordnete Marlies Fritzen (Grüne) hin. Insgesamt 2,5 Millionen Euro wolle die Landesregierung künftig pro Jahr bereit stellen, bis zu 25000 Euro Förderung könne jede Kita beantragen.

„Kitas zu Familienzentren“ sei eine alte Forderung der Grünen, stellt Fritzen fest. In Familienzentren würden nicht nur Kinder betreut, dort erhielten auch Eltern besondere Unterstützung und Beratung.

Die ganze Familie stehe im Blick: Bildung für die Kleinsten, Vereinbarkeit von Beruf und Familie und Beratung für die Familien in Erziehungs- und Alltagsfragen, das gebe es in Familienzentren aus einer Hand. Mit den Landesmitteln soll mehr Zeit für Beratung ermöglicht werden.

Die Kita-Angestellten seien oft erste Ansprechpartner für Eltern, die viele Fragen zu ganz unterschiedlichen Problemen hätten. Oft gehe es um Fördermöglichkeiten, Sprachbarrieren oder um Erziehungsfragen. Dieses Vertrauensverhältnis sei ein großes Pfund, das Familienzentren nutzen könnten.

In vielen Kitas gebe es Elterncafés. Und viele böten auch schon Elternkurse und -schulungen oder Deutschkurse an oder holten Beratungsangebote anderer Träger in die Einrichtung. Viele Krippen und Kitas seien so schon auf dem Weg zum Familienzentrum. Diese Entwicklung werde nach dem Sommer mit der neuen Landesförderung erleichtert. Neben einem vereinbarten 80 Millionen-Euro-Paket für den Ausbau der Kitas gebe es damit auch eine Förderung in Richtung Qualitätszuwachs.

In Ostholstein gibt es bisher vier Familienzentren: Für die Mitte (mit Eutin, Malente, Ahrensbök, Bosau, Kasseedorf, Schönwalde und Süsel) ist es der Kinderschutzbund Eutin (Lübsche Koppel 5), für die Küste (von Grömitz bis Timmendorfer Strand) der Kinderschutzbund Neustadt, für den Kreisnorden der Kinderschutzbund Heiligenhafen, für den Süden die Lebenshilfe in Bad Schwartau.

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