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Ostholsteiner Anzeiger

24. Oktober 2017 | 08:15 Uhr

Kita-Gebühren steigen deutlich

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Malenter Eltern müssen rund zehn Prozent mehr zahlen. Die kirchliche „Pusteblume“ und das Awo-Kinderhaus gleichen ihre Beiträge an

shz.de von
erstellt am 23.Jan.2016 | 11:19 Uhr

Eltern müssen sich in Malente auf höhere Kita-Gebühren einstellen. Sowohl das Awo-Kinderhaus als auch der evangelische Kindergarten „Pusteblume“ werden ihre Gebühren im Laufe dieses Jahres deutlich anheben. Dabei werden die Beiträge der beiden größten Malenter Einrichtungen auf Anregung der Malenter Gemeindeverwaltung künftig gleich hoch sein. Die Beitragserhöhungen liegen je nach Gruppe zwischen rund 6,7 und 11,5 Prozent.

Unterschiedlich ist lediglich der Zeitpunkt der Anhebung. Dieser wird bei der Awo-Kita erst mit Beginn des neuen Kindergartenjahrs im August erfolgen, bei der „Pusteblume“ bereits zum 1. März. Dort wird beispielsweise der Elternbeitrag für ein Kind in einer sogenannten Regelgruppe (6 Stunden pro Tag) für Über-Dreijährige von 180 auf 192 Euro monatlich steigen. Das entspricht einer Anhebung um 6,67 Prozent, wie aus einer Vorlage für den Malenter Sozialausschuss hervorgeht. Das Gremium soll die Gebührenanhebung in seiner Sitzung am Dienstag, 26. Januar, ab 17.30 Uhr im „Haus des Kurgastes“ (Klönzimmer), absegnen.

Deutlicher fällt die Steigerung für die 9,5-stündige Regelgruppe aus. Hier klettert der Beitrag um gut 10,6 Prozent – von monatlich 249 auf 275 Euro. Eltern, die ihre Kinder in die altersgemischte Gruppe (9 Stunden) schicken, müssen gut 11,5 Prozent mehr zahlen. Hier steigt der Beitrag von 234 auf 261 Euro. Im Bereich der unter Dreijährigen (u3) steigen die Beiträge zwischen rund 7,4 und 9,5 Prozent – zum Beispiel für eine achtstündige Betreuung in der Krippe von 303 auf 328 Euro.

Im Awo-Kinderhaus steigen die Beiträge um knapp zehn Prozent, beispielsweise für eine ü3-Gruppe (6 Stunden) von 174 auf 191 Euro oder in einer Krippengruppe (6 Stunden) von 222 auf 244 Euro monatlich.

Wie in der „Pusteblume“ sind auch im Awo-Kindergarten Lohnsteigerungen der Grund für die Anhebung. „Die Personalkosten erhöhen sich durch eine neue Eingruppierung von sozialpädagogischen Assistentinnen und Erzieherinnen“, erklärte Annett Klöfkorn-Papke, Leiterin des Awo-Kinderhauses. Sie habe die Eltern in der vergangenen Woche über die Beitragserhöhungen informiert. Die Eltern der „Pusteblume“ wissen nach Angaben von Pastorin Bettina Grunert seit Dezember Bescheid.

Die Träger der Kindergärten haben sich in einem Vertrag mit der Kommune verpflichtet, 40 Prozent der Betriebskosten über Elternbeiträge zu finanzieren. Bei der „Pusteblume“ macht dieser Anteil abzüglich des Entgelts für die Integrationsgruppe (41  000 Euro) und des Essengelds (17  000 Euro) rund 307  000 Euro jährlich aus. Den fehlenden Finanzierungsanteil der Malenter Kitas übernehmen das Land, der Kreis und vor allem die Kommune. Im Falle der Pusteblume gibt die Kirchengemeinde als „religionspädagogischen Beitrag“ einen Zuschuss von rund 10  800 Euro.

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