Kistenwäsche jetzt im Minuten-Takt

Maschinenfreunde: Reinhard Brüser und Monika Gertenbach.
Maschinenfreunde: Reinhard Brüser und Monika Gertenbach.

Die „Tafel“ hat dank Spendern eine Spülmaschine

shz.de von
01. August 2018, 10:17 Uhr

Die Helfer von der „Tafel“ sind dankbar, denn endlich haben sie eine Spülmaschine für ihre Lebensmittelkisten. Das Gerät ist seit dem 3. Juli in Betrieb. Es hat knapp 7000 Euro gekostet, hinzu kommen gut 1000 Euro für Anschluss- und Vorbereitungsarbeiten.

Den Kauf ermöglicht haben die Lidl-Pfand-Stiftung mit 6000 Euro, sagen Monika Gertenbach und Reinhard Brüser vom Vorstand der „Tafel“. Weitere 1000 Euro kommen von der Kay-und-Dörte-Cornils-Stiftung, 2000 Euro geben die Rotarier – es ist der Erlös ihres Diner en blanc – und noch einmal 1000 Euro hat die Tafel von der Weber-Schule Ende Mai erhalten (wir berichteten). Den restlichen Betrag der Gesamtspendensumme setzen die Mitarbeiter der gemeinnützigen Hilfsorganisation für den Kauf von Lebensmitteln ein, die haltbarer sind oder zu Feiertagen zusätzlich benötigt werden.

Die neue Maschine läuft im Minutentakt. Der Schnelldurchlauf dauert 90 Sekunden, wie Brüser sagt, das Standardprogramm drei Minuten. Je Waschgang wird eine Kiste gesäubert. „Wir möchten den Kunden die Lebensmittel aus sauberen Behältern geben und für unsere Helfer ist es auch schöner“, sagt Gertenbach. Bisher hätten sie die Kunststoffkisten mit der Hand gewaschen. Das falle nun weg, freut sich Gertenbach für ihr Team.

Mehrmals in der Woche schaltet einer der Helfer nun das Gerät ein, nach kurzem Vorheizen, geht es los und Kiste für Kiste wird hintereinanderweg durch die Reinigungsmaschine geschickt. Reinhard Brüser kann auf seinem Handy verfolgen, wie effizient er und die anderen Helfer arbeiten. Eine spezielle App zeige ihm die technischen Daten an, so werden der Spülzyklus angegeben, der Energieverbrauch und die Effizienz der Nutzung. Werden die Kisten direkt nacheinander gewaschen werde der Nutzer per App mit einem „100 Prozent“ belohnt.

Die Neuerung bei der Eutiner Tafel hat sich schon herumgesprochen, wie Gertenbach berichtet. Eine benachbarte Tafel habe Interesse bekundet, das Gerät für seine Kisten mitnutzen zu dürfen. Johann Rademacher von der Ahrensböker Tafel bestätigt das. Ihre wöchentlich 50 Kisten möchten sie nur zu gerne maschinell reinigen lassen.

Die Eutiner sind grundsätzlich offen für eine zusätzliche Nutzung anderer Tafeln. Wollen aber erst den eigenen Bedarf ermitteln, wie sie sagen. Brüser hat von seiner App inzwischen erfahren, dass die Maschine seit dem 3. Juli 219 Kisten gesäubert hat. Wenn jede Kiste drei Minuten lang gereinigt worden ist, sind das insgesamt zehn Stunden von 744 Stunden im Monat.

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