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Kishon-Komödie auf Platt hat Sonnabend Premiere in Süsel

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 04.Mär.2015 | 10:55 Uhr

Nach der Kriminalkomödie „Dat Moord-Kumplott“ und einem Kinder- und Jugendstück präsentiert die Niederdeutsche Bühne Süsel in dieser Spielzeit eine Komödie: Mit „De Trooschien“ hat eine feinsinnige Familiengeschichte des bekannten Autoren Ephraim Kishon in plattdeutscher Version am Sonnabend (7. März) um 19.30 Uhr Premiere auf der Bühne der Süseler Kulturscheune.

Die von Lore Moor ins Plattdeutsche übersetzte Komödie ist angesiedelt in den 1980er Jahren. Daniel (Siegfried Hofmann) und seine Frau Ella (Christiane Benn) führen eine nach Daniels Auffassung perfekte Ehe. Er verdient als Klempnermeister das Geld, sie kümmert sich um Haushalt und Familie, Tochter Viki (Annika Schumacher) studiert und alles folgt einem exakt von Daniel festgelegten Tagesablauf.

Als Viki nach langer Verlobungsphase endlich ihren Verlobten Robert (Florian Schumacher) heiraten will, gerät das Familienidyll aus den Fugen, denn der Trauschein von Daniel und Ella, ohne den Robert und seine Mutter einer Heirat niemals zustimmen würden, ist nicht auffindbar. Der gute Ruf der Familie steht auf dem Spiel. Um dem Glück seiner Tochter nicht im Weg zu stehen, sieht sich Vater Daniel deshalb gezwungen, nach 25 Jahren die Eheschließung mit seiner Frau zu wiederholen. Das sieht Mutter Ella jedoch anders, sie möchte Bedenkzeit. Daniel versteht die Welt nicht mehr und die Suche nach dem Trauschein und dem damaligen Standesbeamten beginnt. Die Zeit drängt – denn Tochter Vikis Hochzeitstermin rückt näher.

Die Stimmung im Haus ist angespannt und dann lernt Viki auch noch den liebenswert-frechen Bauern Jens (Roman Röpstorff) kennen. In einer weiteren Rolle als Nachbarin steht Rita Knust auf der Bühne, die Regie hat Jörn Hilbrecht.

Ephraim Kishon (1924– 2005) lebte und arbeitete als Journalist, Schriftsteller und Regisseur (Theater, Film) in Israel und in der Schweiz. Sein Schwerpunkt lag in der humoristischen Darstellung der israelischen Alltagsrealität und seines Familienlebens. Die Weltauflage seiner Bücher liegt bei 43 Millionen. Auf Hebräisch sind etwa 50 Bücher, im Deutschen etwa 70 erschienen, weltweit rund 700 Bücher in 37 Sprachen. Weltweit sind Kishons „Familiengeschichten“ der bestverkaufte Titel und nach der Bibel das meistverkaufte Buch in hebräischer Sprache.


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