Malente : Kirchgang jetzt ohne Hindernisse

Die Kirchengemeinde übergab den neuen Aufgang gemeinsam  mit einigen Gästen seiner Bestimmung.
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Die Kirchengemeinde übergab den neuen Aufgang gemeinsam mit einigen Gästen seiner Bestimmung.

Die Maria-Magdalenen-Kirche hat jetzt einen rollstuhlgerechten Eingangsbereich.

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07. Dezember 2011, 11:29 Uhr

Malente | Sie soll eine "offene Kirche" sein, und nun entspricht auch ihr Eingangsbereich diesem Anspruch: Gestern hat Pastor Torsten Becker den neugestalteten Eingang der Maria-Magdalenen-Kirche der Öffentlichkeit vorgestellt. "Er ist nun auch für Rollstuhlfahrer, Besucher mit Rollatoren oder Kinderwagen zu erreichen", erklärte Becker. Außerdem weist ein neues Hinweisschild darauf hin, dass die Kirche am Mönchsweg von Glücksstadt nach Puttgarden liegt, und es wurden Fahrradständer aufgestellt - beides mit Unterstützung des Vereins Mönchsweg.

Bereits im Jahr 2008 habe die Kirchengemeinde mit den Planungen für den neuen Eingang begonnen, berichtete Becker. Der Kieler Architekt Gunnar Seidel legte einen Entwurf vor, der beim Kirchenvorstand angesichts der Kosten erstmal für einen Schreck und eine Verzögerung sorgte, wie sich Becker erinnerte. 28.200 Euro kostete das Vorhaben die Kirchengemeinde schließlich, doch sie bekam viel Unterstützung: 9500 Euro übernahm die Aktiv-Region-Holsteinische Schweiz, weitere 7100 Euro flossen an Spenden. Beim Einwerben half der Seniorenbeirat Malente, der selbst 200 Euro beisteuert. Am Ende musste die Kirchengemeinde selbst noch 11.600 Euro aufbringen.

Die hohen Kosten sind auch durch die Wahl des Materials bedingt. Für Treppenstufen und Rampe wurde schwedischer Granit verwendet. Zwar hätte man auch billiger bauen können, doch damit wäre die Denkmalschutzbehörde nicht einverstanden gewesen, erläuterte die Kieler Architektin Gabriele Richter, die die Bauausführung begleitet hat. Bei genauerem Hinsehen ist übrigens zu erkennen, dass eine der Treppenstufen dunkler ist als die anderen. Dabei handelt es sich um eine der alten Stufen. Die übrigen waren gebrochen und wurden ersetzt.

"Mit der Förderung schlagen wir drei Fliegen mit einer Klappe", freute sich Günter Möller, Geschäftsführer der Aktiv-Region. Die Maßnahme diene gleichermaßen dem Tourismus, sozialen Belangen und dem Denkmalschutz. Dem Tourismus dient schließlich auch das Mönchsweg-Schild samt neuer Fahrradständer. Sie seien so konstruiert, dass hier auch Fahrräder mit viel Gepäck sicher abgestellt werden könnten, versicherte Dagmar Ott, Geschäftsführerin des Vereins Mönchsweg mit Sitz in Eckernförde. Aus dem EU-geförderten Projekt des Fernradwanderwegs wurden 60 Prozent der Kosten von 1300 Euro gefördert.

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