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Synode der evangelischen Kirche : Kirchenkreis reformiert die Kita-Verwaltung

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Für die 40 Kindergärten der evangelischen Kirchengemeinden in Ostholstein soll bis 2015 ein gemeinsames Dach geschaffen werden. Das Kita-Werk soll sich vor allem um die Verwaltungsaufgaben und das Qualitätsmanagement der Einrichtungen kümmern.

Für die 40 Kindergärten der evangelischen Kirchengemeinden in Ostholstein soll bis 2015 ein gemeinsames Dach geschaffen werden. Das sogenannte Kindertagesstättenwerk (Kita-Werk) soll sich vor allem um die Verwaltungsaufgaben und das Qualitätsmanagement der Einrichtungen kümmern. Diese Zielsetzung erhielt gestern von der Synode mit großer Mehrheit Rückendeckung.

Seit gut zwei Jahren wird auf verschiedenen Ebenen des Kirchenkreises Ostholstein über eine neue Trägerstuktur für die bisher von den Kirchengemeinden einzeln unterhaltenen Kindergärten diskutiert. Eine Projektgruppe unter Leitung von Pastor Andreas Wackernagel hat das Thema mittlerweile in zwei Fachtagungen umfassend mit Pädagogen, Geistlichen und Vertretern der Gemeinden beraten und jetzt der Synode einen ersten Entwurf einer Ordnung für das Kita-Werk vorgelegt.

Dieser Entwurf wurde im Malenter Gemeindehaus eingehend beleuchtet. 69 Synodale stimmten dafür, ihn als Grundlage für das weitere Verfahren zu nutzen. Die Projektgruppe wurde aufgefordert, bis zur Frühjahrstagung eine beschlussreife Vorlage für die Gründung und Verfassung des neuen Kita-Werkes zu präsentieren.

Propst Matthias Wiechmann begründete das Vorhaben zum Einen mit der notwendigen Entlastung der Kirchengemeinden von den sich verschärfenden bürokratischen Anforderungen für die Träger von Kindertagesstätten. Damit könnten Synergieeffekte gehoben und der Umgang mit Kostenträgern für Betrieb und Investitionen erleichtert werden.

Zum Zweiten werde für die Erzieher und Pastoren dadurch Zeit frei, sich mehr der religionspädagogischen Arbeit in den Kindergärten zu widmen. Wiechmann: „Wenn wir Kinder im Namen Gottes taufen, müssen wir auch dafür sorgen, dass sie mit Gott groß werden können.“

Nach Wiechmanns Worten ist das neue Werk ein Angebot, über das die Gemeinden frei entscheiden können. Der Kirchenkreis gebe eine Anschubfinanzierung, die Kosten bezifferte er mit 120 000 Euro jährlich.

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