Kirchenkreis koordiniert die Flüchtlingshilfe

Propst Erich Faehling, zuständig für die diakonische Arbeit im Kirchenkreis, während der Diskussion über die Rahmenordnung.
Propst Erich Faehling, zuständig für die diakonische Arbeit im Kirchenkreis, während der Diskussion über die Rahmenordnung.

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03. Juli 2015, 15:26 Uhr

Die 18. Synode des Kirchenkreises Plön-Segeberg setzt Akzente in der Flüchtlingsarbeit. Die Synodalen beschlossen die Errichtung einer Koordinationsstelle und eine neue Rahmenordnung im systematischen Schutz vor sexualisierter Gewalt in der Kinder- und Jugendarbeit des Kirchenkreises.

In ihren Grußworten lobten Kreispräsident Peter Sönnichsen und der Preetzer Bürgervorsteher Hans-Jürgen Gärtner eine verlässliche Zusammenarbeit mit dem Kirchenkreis. Mit einem selbst gedrehten Film veranschaulichte das Bildungswerk, was 18 Hauptamtliche und 150 Honorarkräfte in den Bereichen Familienbildung, Jugendarbeit, Frauenarbeit, Ehrenamtsausbildung, Spiritualität, Kirche und Schule und KiTa-Fachberatung vermögen. „Unsere Jugendarbeit hat enorm profitiert durch die Zusammenarbeit mit dem Bildungswerk“, bestätigte etwa Pastor Roland Scheel aus Warder. „Wir können alles nach gemeinsamer Planung auch in die Gemeinde tragen. Neue Ideen sind willkommen. Die kontinuierliche Arbeit muss in der Gemeinde geschehen“, erläuterte Anke Exner, Leiterin des Bildungswerkes.

Aus dem Bildungswerk stammt das Schutzkonzept zur Verhütung sexualisierter Gewalt in der Jugendarbeit, das seit gut zwei Jahren in vielen Gemeinden angewandt wird. In Ergänzung dazu hat Anke Exner nun aber in Zusammenarbeit mit dem Bildungsausschuss auch die neue Rahmenordnung geschrieben. Darin werden klare Regelungen getroffen, wie in einem Krisenfall vorgegangen werden muss, um nichts zu vertuschen aber auch den Schutz der Opfer zu gewährleisten.

Michael Steenbuck, Leiter des Diakonischen Werkes, hat Sorgen wegen schwieriger Pflegesatzverhandlungen und die Kommerzialisierung sozialer Dienstleistungen mit Konkurrenzdruck, aber auch die Kurzfristigkeit öffentlicher Mittelbereitstellung.

Die Kirche nimmt sich auch der Koordination der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe an, die durch kirchliche und andere Initiativen geleistet wird. Hierfür beschlossen die Synodalen nach kurzer Diskussion die Einrichtung einer Stelle. Gerade dort, wo mehrere solcher Initiativen arbeiten, soll durch die beauftragte Person eine Scharnierfunktion wahrgenommen werden zwischen den Beteiligten.

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