Kirchenkreise Oldenburg und Eutin : Kirchenfusion immer noch nicht abgesegnet

Die Mühlen der Justiz mahlen langsam. Das gilt offenbar auch für die Kirchengerichtsbarkeit.

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24. April 2012, 11:56 Uhr

Eutin | Nur unter großem Knirschen war vor fast drei Jahren die Fusion der Kirchenkreise Oldenburg und Eutin zu Stande gekommen. Zwar segnete das Nordelbische Kirchengericht den Zusammenschluss ab, die damalige Synode des Kirchenkreises Oldenburg ließ jedoch nicht locker und stellte einen Normenkontrollantrag zum zweiten Strukturreformgesetz Nordelbiens beim Kirchengericht der Vereinigten Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands. Auf einen Richterspruch wartet der Kirchenkreis Ostholstein bis heute: "Wir haben seit drei Jahren keine Reaktion bekommen, das verwundert mich stark", erklärte jetzt Propst Otto-Uwe Kramer. Die Ungewissheit habe den Prozess des Zusammenwachsens nicht gerade gefördert.

Kramer hofft nun, dass ein Urteil wenigstens bis zum Ende seiner Amtszeit am 31. März 2013 fällt: "Das wäre angenehm." Gleich wie die Entscheidung ausfällt, Propst Matthias Wiechmann ist sich sicher, dass sich die Fusion nicht mehr zurückdrehen lässt. "Ohne das Urteil vorweg zu nehmen: Es wird keinen Rückbau geben."

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