Kirche ohne rote Zahlen

Kirchenkreis-Synode beschloss den Haushalt 2015

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08. Dezember 2014, 13:22 Uhr

Ohne Verschuldung kommt weiterhin die Finanzplanung der evangelischen Kirche in Ostholstein aus. Die in Stockelsdorf tagende Synode beschloss gestern einen 15,6 Millionen Euro umfassenden Haushalt für 2015. Allerdings muss der Kirchenkreis wieder 1,2 Millionen Euro den Rücklagen entnehmen, um eine Lücke zwischen Einnahmen und Ausgaben auszugleichen.

„Wir müssen unseren Vorgängern dankbar sein, dass sie so sparsam und vorausschauend gewirtschaftet haben“, sagte Propst Dirk Süssenbach vor der Presse. Auch in Zukunft solle sich der Kirchenkreis auf solider Basis bewegen. Aus der Jahresrechnung 2013 fließt ein Überschuss von 181 000 in die Rücklagen. Für 2015 wird mit rund 12 Millionen Euro Einnahmen aus der Kirchensteuer kalkuliert, 600 000 Euro mehr als 2014. 2 Millionen Euro werden durch Zuschüsse von Land, Kreis und innerkirchliche Organisationen sowie durch Verwaltungsleistungen und Pachten erzielt. 90 Prozent der Ausgaben machen die Personalkosten für 70 Pastoren und rund 850 Mitarbeiter im Kirchendienst aus.

Die Annahme, dass die 2009 erfolgte Fusion der Kirchenkreise Eutin und Oldenburg dauerhaft Personalkosten sparen helfen würde, hat Verwaltungsleiter Werner Koglin längst aufgegeben. Angesichts der Aufgabenzuwächse durch die Reformprozesse in der Nordkirche plädierte er gestern für die Aufstockung der Kirchenkreisverwaltung in Neustadt um 2,5 Stellen. Begründung: „Die Schaffung von 40 Prozent zusätzlichen Kitaplätzen seit 2009, zunehmende Anforderungen im Friedhofswesen und der Abbau von drei Stellen im Rahmen der Fusion im Jahr 2009 haben zur Arbeitsverdichtung geführt, so dass sich eine hohe Zahl von Überstunden, Arbeitsrückständen und nicht einzuhaltende Termine ergeben hat.“ Das neue Verwaltungskonzept wurde gebilligt.

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