zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

18. Oktober 2017 | 21:34 Uhr

Kinderinsel macht neue Gruppe auf

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Ausschuss stimmt für mehr Kita-Plätze an der Lübschen Koppel / Hortbetreuung läuft langsam aus / Familienzentrum wird geprüft

shz.de von
erstellt am 21.Jul.2017 | 00:39 Uhr

Die Kinderinsel kann ihr Angebot für Kindergartenkinder erweitern, das beschloss der Schulausschuss in seiner jüngsten Sitzung einstimmig. Ab dem Kindergartenjahr 2018/19 wird es in der Kita des Kinderschutzbundes an der Lübschen Koppel Platz für eine neue Gruppe mit insgesamt 15 Kindern geben (zehn Ü3- und fünf U3-Plätze).

Doch bis dahin muss die Geschäftsstelle des Kinderschutzbundes aus dem Obergeschoss ausziehen. Die bisherigen Büro-Räume sollen dann Anfang 2018 umgebaut werden für die Kita-Nutzung. Die Stadt unterstützt die Angebotserweiterung: „Die 20 Plätze, die durch das Baugebiet an der Sonnenkoppel entfallen, können nicht einfach wegfallen“, sagte Klemens Nitsche, zuständiger Fachdienstleiter im Ausschuss. Die Gruppe der Awo, die „Kleinen Eulen“, haben, wenn an der Sonnenkoppel an der Beuthiner Straße gebaut wird, keine Bleibe mehr (wir berichteten). Deshalb sei die Stadt auf der Suche gewesen, habe sich mit allen Kita-Trägern unterhalten. Der Kinderschutzbund hatte bereits im März den Wunsch geäußert, sein Angebot zu vergrößern. Gegen die Angebotserweiterung hatte im Ausschuss auch keiner etwas, diskutiert wurde über die Frage: Wo bleibt denn dann die Geschäftsstelle des Kinderschutzbundes?

Der Kinderschutzbund würde am liebsten das alte Gebäude der Albert-Mahlstedt-Schule von der Stadt anmieten, das extra für die Zwischennutzung des Kieckbusch-Kindergartens umgebaut wurde mit kleinen Toiletten und Küche. „Seit 2015 liegt ein Antrag von uns für ein Familienzentrum in diesem Gebäude vor“, sagte Matthias Thoms, Geschäftsführer des Kinderschutzbundes. Das Ziel: Das Familienzentrum, derzeit in der Charlottenstraße/Ecke Lübecker Landstraße, wird ins Zentrum der Stadt verlegt. „Für viele wäre das dann noch besser erreichbar. Wir wollen dort ein pädagogisches Angebot für Kinder und Eltern Eutins machen“, sagte Thoms. Die Unterbringung der Geschäftsstelle wäre da nur ein praktisches Nebenprodukt, „viel wichtiger ist das Angebot im Zentrum der Stadt, gerade für nicht motorisierte Menschen wäre das ideal“, betonte Thoms. Denn kurzzeitig driftete die Diskussion im Ausschuss dahingehend ab, „dass die Geschäftsstelle überall Platz für Verwaltungsräume finden kann“, da brauche es kein Schulgebäude, so Katrin Pitzner (CDU). Die Stadt teilte gestern auf Nachfrage mit: „Es ist noch nichts entschieden, wir prüfen in alle Richtungen – auch den Eigenbedarf.“

Um auch bei der Politik für das Projekt zu werben, will Thoms nach den Sommerferien in den Fraktionen vorstellig werden. „Bisher haben wir der Verwaltung erzählt, was wir vorhaben. Aber ich glaube, unsere Idee ist bei den Stadtvertretern noch nicht angekommen. Das wollen wir nachholen und offene Fragen gern beantworten“, so Thoms. Aus seiner Sicht sei gerade die Zwischennutzung als Familienzentrum ideal, da der Umbau zum Kindergarten nicht rückgängig gemacht werden müsse. „Würde sich politisch ergeben, dass Förderzentren doch wiederbelebt werden, könnte Stadt die Schule dann reaktivieren“, so Thoms, „aber bis dahin hätten wir ein klasse Angebot“. Nichtsdestotrotz suche die Geschäftsstelle gerade parallel neue Räume, damit die Umbauarbeiten für den Kindergarten Anfang 2018 starten können.

Was wird aus den zehn Hortkindern, die in der Kinderinsel derzeit betreut werden? „Der zuständige Mitarbeiter vom Kreis hat uns mitgeteilt, dass Hort und Kita so wie wir es machen, gesetzlich nicht mehr zulässig ist und wir sind gerade daran, eine Lösung zu erarbeiten“, sagte Thoms im Ausschuss. Es werde keiner der derzeit betreuten Kinder vor die Tür gesetzt, aber es müsse ein Auslaufmodell gefunden werden. Für einen reinen Hort bräuchte es 18 Plätze, in der Kita werden zehn Kinder bis 17 Uhr betreut – Mittagessen und Begleitung bei den Hausaufgaben inklusive. Für mehr Plätze fehle der Einrichtung allerdings der Platz. Deshalb sei es zu dieser Entscheidung gekommen, sagte Thoms.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen