Kinderfeuerwehr begeistert nicht nur Süseler

Gründungsfoto der Kinderfeuerwehr mit (v.li.) Zarnekaus Wehrführer Maik Kramp, Jugendwart Timo Plath, Betreuer Erik Köbernick und Süsels Gemeindewehrführer Rolf Müller.
Gründungsfoto der Kinderfeuerwehr mit (v.li.) Zarnekaus Wehrführer Maik Kramp, Jugendwart Timo Plath, Betreuer Erik Köbernick und Süsels Gemeindewehrführer Rolf Müller.

shz.de von
27. Mai 2018, 15:56 Uhr

Bei bestem Wetter für Spiele mit Wasser wurde am Sonnabend in Zarnekau die Gründung der Kinderfeuerwehr gefeiert. Der Zulauf zum ersten „Dienst“ war groß und ging über die Grenzen der Gemeinde Süsel hinaus. Neun Kinder stellten sich zum offiziellen Gründungsfoto auf. Die Hälfte gab auch gleich ihren Aufnahmeantrag bei Timo Plath ab. Der Jugendwart der Jugendfeuerwehr Zarnekau leitet auch die Kinderwehr und wird die Kinder zusammen mit Tochter Alica und Erik Köbernick betreuen.

Mit dabei ist auch Erzieherin Sabine Petersen. Plath durchläuft derzeit noch eine Ausbildung zum Brandschutzerzieher, denn neben einer gemeinsamen Freizeitgestaltung ist die Brandschutzerziehung wesentlicher Teil der Kinderfeuerwehr. „Wir wollen den Kindern das richtige Verhalten bei Feuer und anderen Notfällen beibringen, aber nichts von dem vorwegnehmen, was sie in der Jugendfeuerwehr lernen“, beschreibt Plath den Inhalt der zwei Stunden, zu denen die Kinder zukünftig alle 14 Tage am Sonnabend von zehn bis zwölf zusammenkommen werden.

Maximal 20 Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren wird die Wehr aufnehmen. Dabei werde man nicht strikt auf die Einhaltung von Gemeindegrenzen achten, räumte Plath auch Chancen für Kinder aus benachbarten Dörfern ein.

Die Nachfrage sei indes groß. Der achtjährige Florian konnte in Neustadt nicht mehr aufgenommen werden und hofft nun auf seine Chance in Zarnekau. Süsels Gemeindewehrführer Rolf Müller freute sich ganz besonders über die Gründung innerhalb der Wehr, die nach Änderung des Brandschutzgesetzes seit 2016 möglich ist. Die Gemeinde entschied sich zudem für die Einführung einer Verwaltungsabteilung, die den Dienst von ehrenamtlichen Helfern ohne Feuerwehrausbildung innerhalb der Wehr ermöglicht. So kann Sabine Petersen in der Kinderwehr aktiv sein.

Auch wenn der Nachwuchs in den drei Jugendwehren der Gemeinde mit rund 50 Mitgliedern gut aufgestellt ist, hofft Müller auf noch mehr Nachwuchs als bisher für Süsels neun Ortswehren. „Ich bin froh, dass dies in der Gemeinde passiert“, äußerte sich Albrecht Dudy während des Gründungsaktes. Die Frage nach der Sinnhaftigkeit habe sich bei Vorlage des Antrages zur Gründung einer Kinderwehr für den stellvertretenden Bürgermeister nicht gestellt. Als Rektor einer Grundschule erlebe er, wie offen die Kinder mit der Feuerwehr und dem vorbeugenden Brandschutz umgingen. Er verband mit der Gründung auch die Hoffnung, grundsätzlich mehr Menschen ins Ehrenamt zu bekommen.

Mit dem Team um Timo Plath erwarten die Kinder vier motivierte und engagierte Betreuer. Alicia Plath ist bereits mit zehn Jahren in die Jugendfeuerwehr eingetreten. Erst später folgte ihr Vater in die Einsatzabteilung und übernahm dann das Amt des Jugendwartes, als Maik Kramp zum Ortswehrführer gewählt wurde. Auch Erik Köbernick ist schon zehn Jahre dabei. Er trat mit 13 in die Jugendfeuerwehr ein. Auf dem „Dienstplan“ finden sich in diesem Jahr neun Sonnabende und eine Übernachtung im September. In den Ferien findet kein Dienst statt.

Weitere Infos geben Timo Plath (Tel. 0171/6817064) und Erik Köbernick (Tel. 0176/70597952).

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