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Ostholstein : Kinderbetreuung im Notfall gewährleistet

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Gratis-Angebot für Eltern macht Arbeitgeber attraktiv / Zehn Unternehmen machen schon mit

Eltern von heute brauchen flexible Arbeitgeber und eine verlässliche Kinderbetreuung, doch was passiert, wenn eines von beiden fehlt? Ein großer Schritt Richtung Zukunft wurde gestern im Jagdschlößchen am Ukleisee besiegelt: Zur Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf haben Vertreter der Sparkassen-Stiftung Holstein, des Kinderschutzbundes Kreisverband OH und der Lebenshilfe OH im Beisein der Bürgerstiftung und Arbeitgebern der Region den Kooperationsvertrag für die Kindernotfallbetreuung im Kreis unterschrieben.

Was steckt dahinter? Die Unterzeichner haben im Vorfeld die Gesellschaft Familie und Beruf Ostholstein gegründet, die bei der Sparkassen-Stiftung angesiedelt ist (wir berichteten). Zusammen mit den Verantwortlichen der Lebenshilfe und des Kinderschutzbundes entwickelte Projektleiterin Wiebke Schiebold das Konzept, wie Eltern in Notfallsituationen mit der Kinderbetreuung geholfen werden kann. Schiebold: „Ab Mai bekommen Eltern teilnehmender Unternehmen im Ernstfall qualifiziertes Personal von uns für die Kinderbetreuung vermittelt.“

In Ostholstein ist von vornherein geplant, den Notfalldienst sieben Tage pro Woche anzubieten – auch als Ferienbetreuung. Im Kreis Stormarn gibt es seit 2012 eine Notfallbetreuung – auch unterstützt von der Sparkassen-Stiftung. Allein die rund 500 Mitarbeiter der Sparkasse in Bad Oldesloe nutzten den Service rund zwölf Mal pro Jahr. Martin Lüdiger, Chef der Sparkasse Holstein: „Ich freue mich, dass wir dies jetzt unseren und allen anderen teilnehmenden Unternehmen auch in diesem Kreis anbieten können.“ Schon früh habe man sich Gedanken gemacht, wie man als Arbeitgeber attraktiv bleiben kann. „Nur so funktioniert die Bewältigung des gesellschaftlichen Wandels. Nur so funktioniert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, ergänzte Andreas Leicht, Geschäftsführer des Hansa-Parks. Es könne nicht sein, dass sich Eltern heutzutage für das eine oder das andere entscheiden müssten und schlimmstenfalls „ihre Fachkraft an den Nagel hängen“. Gerade im ländlichen Raum werde Familienfreundlichkeit ein immer bedeutenderer Standortfaktor, wie Landrat Reinhard Sager betonte. Der Kreis habe mittlerweile 11 Millionen Euro in den Ausbau der Betreuungsplätze investiert: „Wir haben derzeit 1606 Plätze in Kitas und bei Tagespflegepersonen zusammen und liegen damit über der Vorgabe des Landes.“ Seite 5

 

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erstellt am 20.Apr.2015 | 13:34 Uhr

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