Kinder- und Jugendparlament: Erste Veranstaltung geplant

Werben im Whatsapp-Stil: Das Plakat für die Veranstaltung, das Jugendzentrumsleiterin Johanna Wester zeigt, ist mit Jugendlichen zusammen entstanden.
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Werben im Whatsapp-Stil: Das Plakat für die Veranstaltung, das Jugendzentrumsleiterin Johanna Wester zeigt, ist mit Jugendlichen zusammen entstanden.

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23. März 2017, 00:02 Uhr

Wie kann es gelingen Kinder- und Jugendliche in die Politik ihrer Stadt einzubeziehen? Die Stadtvertreter beantworteten diese Frage vor mehr als einem halben Jahr mit dem Beschluss, ein Kinder- und Jugendparlament in Eutin nach Neustädter Vorbild einzurichten. Andreas Adler, zuständiger Stadtjugendpfleger in Neustadt, hatte die Fraktionen zuvor mit einer begeisternden Rede von dieser Form der Beteiligung überzeugt.

Von der Begeisterung war im Schulausschuss am Dienstagabend nicht mehr viel zu spüren: „Wenn wir so weiter machen, fahren wir das Ding ein drittes mal vor die Wand“, sagte Malte Kuhr (CDU), auf dessen Bemühungen das Thema immer wieder in die Ausschüsse fand. Klemens Nitsche, zuständiger Fachdienstleiter, hatte mit wenigen Worten berichtet, dass ein erstes Treffen mit Kindern und Jugendlichen zwischen 10 und 16 Jahren am 3. April ab 16.30 Uhr Uhr im Gemeindesaal der Michaeliskirche geplant ist, „um das eutinspezifische für ein solches Parlament zu erfragen“. Den Fraktionen war das zu wenig. Zwar sind die personellen Ressourcen zur Betreuung des Parlamentes im Stellenplan eingeworben worden aber ein Konzept und einen Zeitplan vermissten sowohl Grüne als auch CDU.

Was also ist geplant mit den Interessierten? Johanna Wester, Leiterin des Jugendzentrums, macht derzeit die Ausbildung zur „Fachkraft für Kinder- und Jugendbeteiligung“ in Bad Segeberg: „Wir wollen mit den interessierten Kindern und Jugendlichen erarbeiten, wie eine Beteiligung eigentlich aussehen kann, was sie sich vorstellen und wünschen. Um dann ernsthaft ihre Ideen für die Stadt fachlich zu begleiten und zu unterstützen.“ Wester kenne durch ihre Arbeit im Jugendzentrum viele, die sich einbringen wollen und ist gespannt, wer noch kommt. Das Plakat im Whatsapp-Stil für die erste Veranstaltung ist mit Jugendlichen aus dem Jugendzentrum entstanden. Bereiche, die Kinder- und Jugendliche betreffen und in denen sie künftig mitwirken, reichen von Spielplätzen, Verkehrssicherheit, Gestaltung von Schulen und Kitas, Ausbildungsmöglichkeiten bis hin zum Umweltschutz oder sozialem Engagement.

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