Brennender Transformator : Kind bei Feuer am Strommast verletzt – zuvor wieder Feuer im Silo in Göhl

<p>Die Feuerwehren im Kreis Ostholstein kommen nicht zur Ruhe. </p>

Die Feuerwehren im Kreis Ostholstein kommen nicht zur Ruhe.

Bei einem Löscheinsatz in einem der Silos in Christianstal kam es aus bisher ungeklärter Ursache zu dem Unglück.

shz.de von
03. August 2018, 07:47 Uhr

Göhl | Am Donnerstagabend gegen 19 Uhr flammte es in einem der Silos ins Christianstal – nach dem Großfeuer am Sonntagmorgen – wieder auf. Als die Einsatzkräfte gegen 22.30 Uhr wieder abrücken wollten, kam es noch zu einem Feuer an einem Strommast, nur ein paar Meter weit entfernt von der vorherigen Einsatzstelle.

Die Feuerwehr Göhl und Oldenburg evakuierten die Anwohner aus den betroffenen Häusern, da ein Transformator auf einem Strommast brannte. Immer wieder schossen Funken daraus. Als die Evakuierung fast abgeschlossen war, passierte das Unglück. „Es schossen Lichtbogen aus dem Transformator und es löste sich dadurch ein Gußteil, welches das Kind am Kopf traf“, sagt Einsatzleiter Tino Rademann.

Die Feuerwehr übernahm die Erstversorgung des Kindes bis der Rettungsdienst eintraf. Der örtliche Stromversorger trennte dann die Leitung. In der Zeit des Feuers waren zahlreiche Haushalte kurzzeitig ohne Strom – auch in  Heringsdorf und in Teilen von Oldenburg. Wieso das Feuer ausbrauch ist nicht bekannt, es wird aber von einem technischen Defekt ausgegangen.

Beim ersten Einsatz am Abend in Christianstal musste die Feuerwehr zudem noch einmal zur Brandstelle vom Großfeuer am Sonntag ausrücken. Anwohner hatten eine Rauchentwicklung aus dem noch stehenden Silo gemeldet. Die Feuerwehren Göhl und Oldenburg eilten zur Einsatzstelle. „Im Inneren des Silos kam es zu einer erneuten Flammenbildung und bis 400 Grad Hitze“, erklärt Rademann. Mithilfe der Drehleiter aus Oldenburg wurde eine Öffnung in die Außenhaut vom Silo geschnitten und anschließend etwa 15.000 Liter Wasser in das Innere gepumpt, um das Feuer endgültig zu löschen.

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