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Ostholsteiner Anzeiger

18. November 2017 | 22:31 Uhr

Kilian Lembke ist neuer Studienleiter

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 17.Mai.2017 | 12:33 Uhr

Kilian Lembke ist neuer Studienleiter der Gustav-Heinemann-Bildungsstätte. Der 36-Jährige hat damit die Nachfolge von Dr. Hauke Petersen angetreten, der nach rund vier Jahren einen Job als stellvertretender Sprecher der Landeszentrale für politische Bildung in Kiel übernommen hat. Lembke ist in Norderstedt aufgewachsen und lebt in Kiel. Dort hat der Politikwissenschaftler an der Christian-Albrechts-Universität über das Thema „Kommunale Kulturpolitik – Strukturen, Prozesse, Netzwerke“ promoviert – am Beispiel Norderstedts. Zuletzt arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sozialwissenschaften. Seine Dissertation erscheint im kommenden Monat im Transcript-Verlag.

Berufserfahrung hat Lembke, der sich als inaktives SPD-Mitglied beschreibt, als Projektkoordinator beim Neubau der „Kulturwerk am See bei der ,Mehrzwecksäle Norderstedt GmbH‘“ gesammelt. Diese Aufgabe entstand damals im Anschluss an die Landesgartenschau 2011 in Norderstedt. Der Job brachte ihn auf sein Dissertationsthema, von dem er selbst sagt, es sei ein weitgehend unbeachteter Bereich in der Kulturpolitikforschung.

In der Gustav-Heinemann-Bildungsstätte soll das Thema bald auf die Agenda kommen, kündigte Lembke an: „Das ist einer der Schwerpunkte, die ich hier mit einführen möchte.“ Im Fokus stehen sollen 2018 auch „100 Jahre Novemberrevolution“ und der 200. Geburtstag von Karl Marx. Aktuelle Entwicklungen sollen ebenfalls nicht zu kurz kommen, etwa die Auswirkungen der französischen Präsidentenwahl. „Wir bemühen uns, sehr nah am Puls der Zeit zu sein, auch wenn alles auf Langfristigkeit angelegt ist.“

Außerdem soll der 50. Geburtstag der Bildungsstätte gefeiert werden. Gegründet wurde sie bereits 1967, der Bildungsbetrieb startete jedoch erst ein Jahr später. Innerhalb dieser 50 Jahre ist Lembke der fünfte Studienleiter, wobei Friedrich Büßen als erster Studienleiter diese Aufgabe 36 Jahre lang ausgefüllt hat. Noch heute gebe Büßen Seminare in Malente, berichtet Lembke. Er weiß, dass er mit der Bildungsstätte ein gut gehende Einrichtung übernimmt. „Wir könnten noch mehr Seminare machen, wir sind gut ausgelastet.“ 70 bis 80 Seminare fänden jährlich in dem idyllisch am Kellersee gelegenen Gebäude statt. Unterstützt werde die Einrichtung jährlich mit 160  000 Euro von der Bundeszentrale für politische Bildung, weitere 80  000 Euro kämen vom Land.

Von der Atmosphäre an der Bildungssätte ist Lembke sehr angetan. „Ich bin begeistert davon, wie Seminarteilnehmer von Themen gefesselt werden“, berichtet er. Ein Teilnehmer habe sich beispielsweise so sehr mit dem Thema einer Veranstaltung über Politik und verdeckte Geldströme beschäftigt, dass er nicht mehr habe schlafen können. Auch wenn Studenten ebenfalls Engagement zeigten, sei das doch anders als an der Uni.

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