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Kiesabbau: Noch ein langer Weg zur neuen Fläche

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 16.Dez.2015 | 18:28 Uhr

Die vom Kies- und Schotterwerk Kreuzfeld beabsichtigte Ausweitung des Kiesabbaus auf eine rund elf Hektar große Fläche westlich des Holmer Wegs hat am Mittwochabend im Planungsausschuss zwar eine erste Hürde genommen, doch der Weg bis zu einer möglichen Genehmigung ist noch weit. Anders als gestern irrtümlich berichtet, hat die Gemeindevertretung die geplante 11. Änderung des Flächennutzungsplans (F-Plan) heute noch nicht auf der Tagesordnung.

Nachdem der Planungsausschuss am Mittwoch die Auslegung des Entwurfs der 11. Änderung des Flächennutzungsplans beschlossen hat, wird der Entwurf nun öffentlich ausgelegt. Bürger, Behörden und sonstige sogenannte Träger öffentlicher Belange wie etwa Vereine oder die Handwerkskammer haben damit erneut Gelegenheit zur Stellungnahme.

Nach einer Abwägung der Einwendungen durch die Verwaltung berate der Planungsausschuss erneut über den Entwurf und treffe eine Beschlussempfehlung für die Gemeindevertretung, erklärte Planungsausschussvorsitzender Klaus Schützler (CDU). Die Gemeindevertretung stimme dann über einen Satzungsbeschluss ab.

Eine Zustimmung in der Gemeindevertretung vorausgesetzt, wäre der Weg zum Kiesabbau damit aber noch nicht frei. Zunächst ist das Land am Zug. Innerhalb einer Frist von drei Monaten muss der Innenminister über eine Genehmigung des F-Plans entscheiden, ebenso wie die in der Staatskanzlei angesiedelte Landesplanung über eine Befreiung der Abbaufläche aus dem Landschaftsschutzgebiet. Dabei muss auch der Regionalplan berücksichtigt werden, in dem die jetzt neu ins Auge gefasste Kiesabbaufläche nach OHA-Informationen noch nicht aufgeführt ist. Das bedeutet, es müsste eine Zielabweichung genehmigt werden.

Sollte der F-Plan dann irgendwann genehmigt sein, gäbe es nur noch eine formale Hürde. Das Kies- und Schotterwerk Kreuzfeld muss dann beim Kreis Ostholstein eine Abbaugenehmigung beantragen. Solange oberhalb des Grundwassers abgebaut wird, ist diese Genehmigung grundsätzlich zu erteilen. Sollte der Kies aber unterhalb der Wasserlinie abgebaut werden, wäre ein Planfeststellungsverfahren notwendig – im Prinzip ähnlich wie beim Bau des Fehmarnbelt-Tunnels.

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