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Ostholsteiner Anzeiger

24. Oktober 2017 | 08:22 Uhr

Kiel fordert von Sana 24-Stunden-Service

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Ministerium und Landrat weisen auf die Vorgaben der Regelversorgung hin

von
erstellt am 03.Feb.2017 | 13:03 Uhr

Die Reaktionen aus Kiel und Eutin kamen prompt und geharnischt: Das Gesundheitsministerium hat gestern die Sana-Kliniken aufgefordert, die Regelversorgung in Oldenburg weiter sicherzustellen. Dazu zähle eine 24-Stunden-Notfallversorgung. Ostholsteins Landrat Reinhard Sager ließ erklären: Die „überraschende Ankündigung“, auf den nächtlichen Dienst der Anästhesie zu verzichten, sei völlig unakzeptabel und in keiner Weise nachvollziehbar.

Der Sana-Geschäftsführer Klaus Abel hatte gestern – wie ausführlich berichtet – nach einem Urteil des Arbeitsgerichts gegen eine Änderungen im Bereitschaftsdienst der Anästhesie angekündigt, dass es in der Sana-Klinik Oldenburg von Mitte kommender Woche an nachts und an Wochenenden keine Notfalloperationen mehr geben werde.

Dieses Vorgehen sei in keiner Weise nachvollziehbar und die Einstellung der Notfallversorgung mit dem Versorgungsauftrag der Klinik nicht vereinbar, heißt es in der Erklärung des Ministeriums. Es forderte die Sana-Kliniken auf, umgehend eine 24-stündige Notfallversorgung herzustellen, falls es nicht anders gehe auch für eine Übergangszeit mit Hilfe eines externen Personaldienstleisters. „Land und Kreis erwarten kurzfristig von den Sana-Kliniken eine Bestätigung über Fortsetzung der Notfallversorgung“, heißt es weiter in der von Ressortsprecher Christian Kohl unterzeichneten Erklärung. Zugleich wurde in Kiel Unverständnis geäußert, warum der Klinik-Betreiber das Ministerium nicht frühzeitiger über mögliche Probleme informiert habe.

Klaus Abel zeigte sich gestern von den Reaktionen aus Kiel und aus dem Kreishaus in Eutin unbeeindruckt: Die Anordnung, dass es keine Rufbereitschaft und damit auch keine nächtliche Notfallversorgung gebe, bleibe bestehen. Die Geschäftsleitung sei aber bereit, unverzüglich mit dem Betriebsrat über eine Lösung zu verhandeln. Seite 4

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