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Verfahren geändert : Kfz-Zulassung ohne Nerverei

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Kreistag genehmigt Investitionen für flottere Abläufe.

Extrem lange Wartezeiten haben in den vergangenen Monaten für eine angespannte Lage in der Kfz-Zulassungsstelle des Kreises Ostholstein gesorgt. Nun hat der Kreistag einen Vorschlag der Kreisverwaltung gebilligt, mit dem die Arbeit der Zulassungsstelle kurzfristig beschleunigt werden soll.

So soll nicht nur ein Kassenautomat aufgestellt, sondern auch ein Online-Terminvergabe- und Kundenmanagementsystem installiert werden. Insgesamt haben die Abgeordneten hierfür außerplanmäßige Ausgaben von rund 77 000 Euro bewilligt.

Mit rund 52 000 Euro schlägt der Kauf eines Kassenautomaten einschließlich Schnittstelle für eine E-Cash-Terminalanbindung zu Buche. Der Automat soll helfen, die Zahlung der Gebühren schneller, sicherer und unkomplizierter abzuwickeln, heißt es in einer Vorlage der Verwaltung. Außerdem sollen hier auch Barzahlungen aus der Führerscheinstelle und der Bußgeldstelle abgewickelt werden.

Der bisherige Kassenschalter soll dann in einen Empfangsschalter umgewandelt werden. Er soll Privatkunden als Anlaufstelle dienen, um zu prüfen, ob ihre Unterlagen vollständig sind und welche Zulassungsart vorliegt, um unnötige Wartezeiten zu vermeiden. Weitere 17 000 Euro fallen für die Installation eines Online-fähigen Aufrufsystems sowie den Umbau des Back-Office an. Eine Online-Terminvergabe soll besser Steuerungsmöglichkeiten beim Personaleinsatz ermöglichen und somit helfen, Wartezeiten zu verkürzen.

In den Monaten April bis Juni haben laut Statistik jeweils rund 1800 Kunden der Zulassungsstelle mehr als eine Stunde auf die Bearbeitung ihres Anliegens warten müssen. Das betraf zeitweise mehr als die Hälfte der Kunden. Viele Kunden mussten gar länger als zwei Stunden warten. Verantwortlich machte die Kreisverwaltung hierfür nicht nur krankheitsbedingte Personalausfälle und technische Probleme. Zugleich habe es auch einen drastischen Anstieg der Zulassungszahlen im Frühjahr gegeben.

Darauf sei kurzfristig durch die Aufstockung von Arbeitszeiten bei Teilzeitkräften und die Einrichtung einer zusätzlichen Stelle reagiert worden. Diese, auf ein Jahr befristete, Stelle sei seit Anfang August besetzt. Die von FWG-Fraktionschef Malte Tech geäußerte Kritik, die von der Kreisverwaltung in Aussicht gestellten Einsparungen durch die Schließung der Zulassungsstelle in Oldenburg hätten sich nicht eingestellt, wies Petra Kirner (CDU) zurück. „Die Schließung war richtig.“ Die Einstellung eines zusätzlichen Mitarbeiters sei aufgrund der gestiegenen Fallzahlen gerechtfertigt.

 

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erstellt am 26.Sep.2013 | 00:31 Uhr

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