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Kfz-Innung spricht die „Garanten der Mobilität“ frei

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Im Rahmen einer Feierstunde in der Kundenhalle der Sparkasse Holstein in Eutin wurden jetzt 23 Auszubildende und eine Auszubildende der Innung für Kraftfahrzeugtechnik Eutin freigesprochen. Obermeister Frank Famulla nannte die Junggesellen „Garanten der Mobilität der Menschen in der Region.“

Autos entwickelten sich immer mehr zu „Hightec-Geräten, wie es Eutins Bürgervorsteher Dieter Holst formuliert hatte. Etwas sehnsüchtig trauerte dieser den Zeiten nach, in denen man noch den Zündzeitpunkt selbst einstellen und auch mal eine Glühbirne wechseln konnte. Den frisch gebackenen Mechatronikern gelte daher sein Respekt, denn er verstünde nicht einmal die Begriffserklärung zur Mechatronik aus dem Internet, scherzte Holst. Ähnlich ging es Michael Ringelhann, der von „technischen Wundern auf Rädern“ sprach. Für das Mitglied des Vorstandes der Sparkasse Holstein stand fest „Das Kfz-Handwerk geht wie kaum ein anderes Handwerk mit der Zeit.“ Aus der verschwommenen Perspektive zu Beginn der Lehre sei mit der Freisprechung ein festes Fundament für das weitere Leben geworden. Es läge in den eines jeden Einzelnen daraus etwas zu machen. Eine Option sei da auch die Übernahme eines Betriebes. Diese Perspektive zeichnete auch Fank Famulla. Im Kfz-Handwerk könne man schneller als in anderen seinen Meisterbrief in Händen halten und leitende Positionen übernehmen. Denn das Lernen sei noch längst nicht vorbei. Nach der Euro6-Abgasnorm, Systemen zur Reifendruckkontrolle, und modernen Lichtsystemen seien nun E-Mobilität und autonomes Fahren die nicht mehr allzu ferne Zukunft. Automatische Notrufsysteme seien bereits am 2018 verpflichtend.

Kreishandwerksmeister Ulrich Mietschke gratulierte den Gesellen mit den Worten „Sie gehören jetzt auch zur Wirtschaftsmacht von nebenan.“

Als Vorsitzender des Prüfungsausschusses gab Reinhard Henß-Thamm Einblicke in die Prüfung, die 16 mal mit „befriedigend“ und achtmal mit „ausreichend“ abgeschlossen wurde. Mit dem Gesellenbrief erhielten sechs die Mittlere Reife und ein Auszubildender den Hauptschulabschluss. Die Prüfung habe trotz „solider Ausbildung“ aber auch überraschende Antworten zu Tage gefördert. Als ein Vorteil der Dialogannahme nannte ein Prüfling: „Der Kunde sieht sein Auto plötzlich auch von unten.“

Nils Fischer bedankte sich im Namen der Auszubildenden der „Kfz12“ bei Kollegen und Arbeitgebern, die „uns Chaoten dreieinhalb Jahre ausgehalten haben“ und beim Prüfungsausschuss, der „alle, wie auch immer, habe bestehen lassen.“

Nach dem traditionellen Handwerksspruch von Lehrlingswart Rolf Schöning sprach dieser die jungen Kollegen von ihren Verpflichtungen als Auszubildende frei.

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erstellt am 14.Feb.2016 | 12:37 Uhr

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