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Ostholsteiner Anzeiger

20. August 2017 | 21:43 Uhr

Keltische Klänge im Damenstift

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Musikerin Dagmar Flemming präsentierte in Plön das Spiel einer walisischen dreireihigen Harfe / Fortsetzung am 22. Februar

Die diesjährige Veranstaltungsreihe der Kulturstiftung Damenstift in Plön hatte die „Keltische Sagenwelt im Zauber der Harfe“ im Fokus. Unter dem Motto „Vom roten Drachen und Zauberharfen“ verknüpfte bei hervorragender Besucherresonanz die Harfenistin Dagmar Flemming unter anderem keltische Musik mit einer spannenden Reise durch die keltische Sagenwelt gälischer Helden, zauberischer Druiden und Barden.

Flemming ist wohl die einzige in Deutschland, die eine walisische dreireihige Harfe ihr eigen nennt und diese auch exzellent zupft. Außerdem hatte sie eine diatonische keltische Harfe dabei, die mit Hilfe von Haken oben am Rahmen die Länge der Saiten und damit auch die Tonhöhe verändern kann. Während die walisische Harfe eine chromatische Spielweise ermöglicht und dabei urtümlich, bodenständig, melancholisch und ein wenig geheimnisvoll verträumt klingt und mit der
sie dazu passend walisische Traditionals (Cnot y Coed, Tros y Garreg) spielte, klang die kleinere, keltische Hakenharfe obertonreich und heller, schlanker und etwas sphärischer. Vielleicht lag es auch an den einzelnen Stücken. Mit letzterer brachte sie jeweils als Potpourri verschiedene englische Traditionals wie Home, Sweet Home oder Greensleeves, dann schottische (Loch Lomonds, Highland Laddie) sowie irische (Sally Gardens, Scarborough Fair) sehr eindrucksvoll zu Gehör. Stets erzählte Dagmar Fleming auch heitere und zu Herzen gehende Geschichten zu den einzelnen Liedern und Stücken, führte ihre begeisterten Zuhörer in die fremde Sprache ein oder las aus spannenden Erzählungen und Sagen.

Nach bretonischen Traditionals (Anne de Bretagne, Hanter dro), die im heutigen Frankreich ebenfalls keltische Wurzeln haben, kam die Harfenistin schließlich zu ihrem Ausgangspunkt der walisischen Lieder zurück, die sie erneut mit der großen Harfe erklingen ließ. Auch nach dem beinahe dreistündigen Konzert zeigten sich zahlreiche Zuhörer überaus interessiert an den schön anzusehenden Instrumenten und so mancher nutze die seltene Gelegenheit, eine dreireihige walisische Harfe zu zupfen. Weiter geht es am Sonntag, 22. Februar, ab 17 Uhr im Damenstift mit einem Konzert für zwei Keltische Harfen mit dem „Duo Saitenzauber“.

 

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erstellt am 09.Feb.2015 | 12:56 Uhr

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