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Ostholsteiner Anzeiger

19. August 2017 | 11:57 Uhr

„Keine Wehr wird Wasserträger“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Versammlung der acht Feuerwehren der Gemeinde Malente / Gemeindewehrführer tritt Gerüchten zum Fahrzeugkonzept entgegen

Ein „reinigendes Gewitter“ hat die „dicke Luft“, die jüngst zwischen Gemeindewehrführer und Rathaus herrschte, vertrieben. In der Jahresversammlung der acht Wehren der Gemeinde am Freitagabend im Malenter Kursaal regierte pure Harmonie.

In seinem Bericht sprach Gemeindewehrführer Bernd Penter von 137 Einsätzen im vergangenen Jahr, darunter fast 50, bei denen nachbarschaftliche Löschhilfe oder Unterstützung im Gemeindebereich zum Tragen gekommen seien. Zur Statistik zählten 37 Feuer, aber auch 29 Fehlalarme. Unter den technischen Hilfeleistungen machte Penter 30 Fälle aus, in denen keine dringende Not geherrscht habe, sondern die Aufgabe wie zum Beispiel die Beseitigung eines Wespennestes auch andere Dienstleister hätten übernehmen können.

Als herausragende Ereignisse nannte Penter einen Scheunenbrand in Sieversdorf, einen Brand im Malenter Holebyweg und einen Wohnungsbrand in der Lindenallee auf. Eine Serie von Brandstiftungen in Malente habe mit der Überführung von vier mutmaßlichen Tätern aufgehört, eine Serie in Söhren sei leider immer noch nicht aufgeklärt. Die Zahl der Aktiven sei bislang in der Gemeinde immer über 200 gehalten worden. Ende 2014 habe es 218 Aktive, 59 Ehrenmitglieder und 35 Jugendliche gegeben. Penter erinnerte weiter an einen existenziellen Mitgliedermangel in Neukirchen, der mit einer besonderen Werbeaktion überwunden worden sei. Und auch für Malkwitz-Söhren zeichne sich ein ruhigeres Fahrwasser ab.

Mit der Umsetzung des Fahrzeugkonzeptes werde keine „Herabstufung irgendeiner Feuerwehr zu Wasserträgern“ verbunden sein, betonte Penter. Und bei der Ausstattung zur Technischen Hilfe werde man zum Jahresende mit drei Rettungssätzen ein bislang unbekanntes Niveau erreichen.

„Ihr macht eine Arbeit, die mit Geld nicht zu bezahlen ist“, stellte Andreas Riemke, Vertreter des Kreisfeuerwehrverbandes, fest. Bürgervorsteher Rainer Geerdts, der Vorsitzende des Feuerwehrausschusses, Peter Blenski, und Bürgermeister Michael Koch zollten den Feuerwehren ebenfalls ihren Respekt. Koch sprach von „hoch motivierten, engagierten und qualifizierten“ Feuerwehrleuten, die rund um die Uhr den Bürgen die erwartete Sicherheit garantierten.

Nachdem die Jugendlichen Finn-Ole Groß und Carl Jobst souverän die Berichte für die Jugendwehren Malente sowie Benz-Nüchel erstattet hatten, kam es zu einem selten gewordenen Ereignis: Eine Stichwahl für ein Vorstandsamt. Angela Hansen (Nüchel) gab nach elf Jahren das Amt der Schriftführerin der Gemeindewehr ab, um die Nachfolge bewarben sich Katja Weichert (Malente) und Marika Wulf (Timmdorf), die Wahl gewann die Malenterin.

Befördert wurden der Malwitzer Wehrführer Kay Müller zum Brandmeister sowie Simon Krupp (Kreuzfeld) und Michael Waghals (Neukirchen) zum Löschmeister, Manfred Praefke (Malkwitz-Söhren) und Jan-Eric Lammert (Benz) zum Hauptfeuerwehrmann drei Sterne, Jesica Schröder zur Oberfeuerwehrfrau und Christian Schröder (beide Kreuzfeld) zum Oberfeuerwehrmann.

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erstellt am 28.Mär.2015 | 15:44 Uhr

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