Plön : Keine Streichung bei Sportförderung

Die SPD kritisiert "handwerklich mangelhaften Schnellschuss der Plöner Troika" und neue "laienhafte Zahlenspiele der FWG-Plön".

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02. Oktober 2012, 12:50 Uhr

Plön | Mit der Plöner SPD wird es keine Kürzungen bei der Sportförderung in der Stadt Plön geben. Hierfür sprach sich die Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereines Plön-Bösdorf am Wochenende einstimmig aus.

Hintergrund für diesen Beschluss sind die Bemühungen der CDU-, FWG- und FDP-Fraktion in der Ratsversammlung, die Jugendarbeit in der Stadt Plön nach neuen Richtlinien mit einer Kopfpauschale zu fördern. Dieses hätte für die Sportvereine erhebliche Kürzungen der Fördersummen zu Folge, heißt es in einer Pressenotiz des SPD-Ortsvereins.
"Sportvereine brauchen Vertrauensschutz"

"Die Sportvereine brauchen für ihre engagierte Arbeit Vertrauensschutz, wir wollen sie daher genauso fördern wie bisher", sagte der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Dr. Henning Höppner. Kopfpauschalen seien kein geeignetes Element in der Förderung der Jugendarbeit, weil sie nur scheinbar zu einer gerechten Förderung von Jugendarbeit beitrügen. Höppner: "Wir müssen in unserer Verantwortung für den städtischen Haushalt auch Klarheit darüber gewinnen, welche Stellen neben der Stadt die Vereine und Verbände der Jugendarbeit fördern."

Der SPD-Fraktionsvorsitzende in der Ratsversammlung, Thorsten Pfau, verlangt, dass vor einer Entscheidung Gespräche mit betroffenen Vereinen und Verbänden geführt und solide Bedarfsberechnungen vorgelegt werden. "Wenn dabei herauskommt, dass wir aufgrund der Unterfinanzierung einzelner Gruppen mehr Geld zur Förderung der Jugendarbeit in der Stadt brauchen, dann müssen wir gegebenenfalls auch über eine Erhöhung dieses Haushaltstitels mit den anderen Fraktionen diskutieren", sagte Pfau und weiter: "Der handwerklich mangelhafte Schnellschuss der ,Plöner Troika’ und neue laienhafte Zahlenspiele der FWG helfen wenig und schaden vielen." Die SPD appelliere an die anderen Fraktionen, zur bisherigen Praxis konsensorientierter Sacharbeit zurückzukehren. Keinesfalls dürfe weiter versucht werden, Vereine gegeneinander auszuspielen.

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