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Ostholsteiner Anzeiger

20. Oktober 2017 | 18:45 Uhr

Bungsberg : Keine Einigung über den Skilift

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Zwischen Betreiberfamilie und Gemeinde herrscht weiter Funkstille / Gemeindebeirat möchte eine Vermittlung versuchen

shz.de von
erstellt am 09.Dez.2015 | 00:32 Uhr

Zwischen der Gemeinde Schönwalde und der Familie Schnoor herrscht weiter Funkstille. Die Folge: Der Skilift auf dem Bungsberg wird aller Voraussicht nach in diesem Winter nicht aufgebaut. Ein neuer Vermittlungsversuch zwischen der Familie, der das Land gehört und die über Jahrzehnte den Skilift betrieb, und der Gemeinde wurde Montagabend im Gemeindebeirat „Schönwalde aktiv“ angekündigt. Der stellvertretende Vorsitzende des Gremiums, Robert Trede, bekundete seine Absicht, dass er beide Seiten an einen Tisch bringen wolle.

Die ungewisse Zukunft für Deutschlands nördlichsten Skilift war eines von vielen Themen, die in einer öffentlichen Beiratssitzung im Bildungsspaß-Gebäude auf dem Bungsberg angesprochen wurden. Beiratsvorsitzender Andreas Schulenburg stellte die Überlegungen und Aktivitäten des neunköpfigen, im September gebildeten Gremiums vor, das Ideen für die Belebung und Verschönerung der Gemeinde entwickeln soll. Die Schaffung dieses Beirates war von der Gemeindevertretung angeregt worden, nachdem es im Ort keinen Fremdenverkehrsverein und auch keinen Handels- und Gewerbeverein mehr gibt.

Zum Betrieb des Skiliftes sagte Alexandra Schnoor auf Nachfrage von Robert Trede, dass der Vertrag mit der Gemeinde im Sommer gekündigt worden sei, es daraufhin aber keine Reaktion der Gemeinde gegeben habe. Die Gründe seien allen Gemeindevertretern bekannt.

Bürgermeister Hans-Alfred Plötner entgegnete, dass er bis heute offiziell keine Begründung erfahren habe und darauf warte. Er habe keine Angst vor klärenden Gesprächen. Zu dem von Robert Treede angekündigten Vermittlungsversuch merkte Alexandra Schnoor an: „Es bringt generell gar nichts, weil der Bürgermeister nicht bei der Wahrheit bleibt.“

Zur Arbeit des Beirates berichtete Schulenburg, dass man eine neue Homepage wolle: Sie sollte Schönwalde am Bungsberg heißen und nicht mehr Bezug zur Ostsee haben. Auf dieser Internetseite müsse es ein Gemeindeporträt mit touristischen Angebote n geben, eine Liste aller Vereine, Verbände und Behörden. Weiter solle es eine Plattform für Gewerbebetriebe geben und Termine, außerdem sollten sich Tourismusanbieter kostenlos präsentieren können. Die Seite solle kostenfrei und bürgerfreundlich gestaltet werden. Insgesamt wolle der Beirat die Akteure in der Gemeinde mehr vernetzen.

Weitere Ideen seien: Die Ausweisung eines Wohnmobilstellplatzes, Maßnahmen der Verkehrsberuhigung in Schönwalde sowie neue Informationstafeln und am Ortseingang Willkommensschilder. Außerdem bereite der Beirat Veranstaltungen in Verbindung mit Aktionen der Tourismusagentur Holsteinischen Schweiz vor: Picknick-Aktionen, bei denen örtliche Betriebe Picknickkörbe anbieten könnten, außerdem Fledermausführung, Krimilesung und ein „White Dinner“, an dem nur weiß gekleidete Gäste teilnehmen dürfen. Wer weitere Ideen habe, sei zu den monatlichen Sitzung des Beirates willkommen, betonte Schulenburg.

Sowohl Bürgermeister Plötner als auch Gemeindevertreterin Bärbel Seehusen lobten das Engagement des Beirates. Seehusen: „Was ich hier gehört habe, macht mich richtig fröhlich.“

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