Plön : Keine Bühne für Martin Leonhardt

Das war rekordverdächtig: Die Sitzung des Schulverbandes Plön Stadt und Land am Mittwoch dauerte nur 19 Minuten.

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21. Juni 2012, 12:37 Uhr

Plön | Und den überwiegenden Teil nahm ein Thema ein, das dort gar nichts zu suchen hatte. Dafür sorgte Dersaus Bürgermeister Martin Leonhardt.

Es ging natürlich um die Reform der Verwaltungsstruktur. Schulverbandsvertreter Martin Leonhardt (CDU) "knöpfte" sich Schulverbandsvertreterin Gabriele Killig (FDP) vor. Hatte sie doch bei einer Sitzung des städtischen Hauptausschusses erklärt, sie wolle nach den gescheiterten Verhandlungen über die Verwaltungsstrukturreform mit Martin Leonhardt nicht mehr an einem Tisch sitzen (der OHA berichtete). Zur Erinnerung: Die Verhandlungen über eine gemeinsame Verwaltung von Amt und Stadt waren gescheitert.
Hauptsache war der Nachtragshaushalt

Nun saßen beide aber wieder an einem großen Tisch - im Plöner Rathaus und bei einer Sitzung des Schulverbandes. Das kam Leonhardt komisch vor, witterte er doch öffentlich eine "Falschmeldung" im OHA. Gabriele Killig indes bestätigte ihre Aussage und rollte noch einmal das Verhalten von Martin Leonhardt in der Sache als Amtsvorsteher auf. Hohen Respekt, so Killig, habe sie vor der Entschuldigung Leonhardts, er habe mit falschen Zahlen gearbeitet: "Dennoch hat die Angelegenheit nichts im Schulverband Plön Stadt und Land zu suchen." Bevor Vorsteher Jens Paustian eingriff, schwieg Leonhardt.

In der Hauptsache beschäftigte sich der Schulverband mit dem ersten Nachtragshaushalt, der Sparmaßnahmen zugunsten der aktuellen Bautätigkeiten am Schiffsthal und der Breitenauschule. So erhöhte sich der Verwaltungshaushalt in Einnahmen und Ausgaben um 49.500 Euro und der Vermögenshaushalt um 602.800 Euro. Mit einer Änderung der Verbandssatzung wurde der Verbandsvorsteher ermächtigt, Ausgaben von bis zu 75.000 Euro im Rahmen des Haushaltes zu entscheiden. Festgelegt wurde, dass nach den gesetzlichen Bestimmungen die Sitzungen des Hauptausschusses öffentlich sind.

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