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Ostholsteiner Anzeiger

17. Oktober 2017 | 21:37 Uhr

Keine Angst vor Sepa in Ostholstein

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Unternehmen und Vereine auf den Start des neuen europäischen Zahlungssystem gut vorbereitet / Banken sehen keine Probleme

shz.de von
erstellt am 05.Feb.2014 | 00:31 Uhr

Das neue europäische Zahlungssystem Sepa kann kommen – zumindest aus Sicht der hiesigen Unternehmen und Verbände. Zwar verlängerte die EU-Kommission die Übergangsfrist für Lastschriften und Überweisungen im bisherigen Format jüngst um weitere sechs Monate, jedoch ist man in Ostholstein schon heute auf den Sepa-Start vorbereitet. „Unsere Kunden sind gut aufgestellt. Von vielen haben wir gehört, dass sie die verlängerte Frist gar nicht bräuchten“, erklärt Matthias Stoll, Berater für elektronisches Banking bei der Volksbank Eutin.

Ähnlich sieht es Björn Lüth von der Sparkasse Holstein. „Wir haben unsere Geschäfts- und Firmenkunden in 2013 dreimal angeschrieben und über die Veränderungen informiert. Seit Dezember verzeichnen wir einen kontinuierlichen Anstieg der Zahlungen mittels Sepa“, sagt er. Während die Unternehmen bereits vollständig auf das neue Verfahren umgestellt hätten, würden einige Vereine ihre Beiträge noch über das alte Lastschrift-System einziehen. „Wir gehen davon aus, dass sie bis zum nächsten Einzug mit der Sepa-Umstellung fertig sind.“ Die Sparkasse Holstein selbst hat ihre Vorbereitungen auf das neue Format im Herbst 2013 abgeschlossen.

„Generell war der Aufwand für die Vereine höher, weil sie viel mit Lastschriften und Ehrenamtlern arbeiten“, findet Lüth. Götz Haß, Geschäftsführer des Kreissportverbandes Ostholstein, sieht seine Mitgliedsvereine dennoch gut gerüstet für Sepa. „Wir haben von Seiten des Sports mehrere Schulungen organisiert und gehen davon aus, dass die Vereine ihre Arbeit erledigt haben“, sagt er. Er geht davon aus, dass deutlich über 90 Prozent die Umstellung bereits erledigt hätten. Es habe keine größeren Umsetzungsschwierigkeiten gegeben. Dennoch ist Haß unsicher, ob das neue System tatsächlich Vorteile bringt. „Ich weiß nicht, ob das alles nötig war. Was sollen wir Ehrenamtliche dennoch alles leisten?“

Kein großes Thema war die Sepa-Umstellung offenbar unter den Eutiner Geschäftsleuten. Zumindest kann sich Klaus Hoth, Vorsitzender der Wirtschaftsvereinigung Eutin, nicht an entsprechende Diskussionen erinnern. „Wenn man seine Schulaufgaben gemacht hat, gibt es auch keine Probleme“, sagt er. Auch bei der LMK-Einkaufswelt verlief die Umstellung ohne große Schwierigkeiten. Andreas Booke aus der Geschäftsleitung sieht das neue europäische Zahlungssystem dennoch kritisch. „Sepa ist so unnötig wie ein Kropf und typische europäische Bürokratie.“ Vorteile für die Bürger oder die Unternehmen sieht er durch Sepa nicht. Lediglich einige Banken würden daran verdienen.

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