Kein dritter Eingang für Gartenschau

Am Rosengarten wird es einen Ausgang geben

shz.de von
14. Januar 2015, 11:43 Uhr

Einen Zuschuss für die Lichterstadt an die Wirtschaftsvereinigung Eutin (WVE) genehmigte der Hauptausschuss der Stadt am Dienstagabend ohne Diskussion. Eine Prüfung für einen zusätzlichen Eingang
zur Landesgartenschau fand keine Mehrheit.

Im Dezember wollte der Hauptausschuss noch nicht über einen Zuschussantrag der Wirtschaftsvereinigung Eutin (WVE) für die Aktion Lichterstadt entscheiden: Zuerst brauche man eine konkrete Abrechnung, forderte eine Mehrheit des Gremiums.

Diese Woche war der Beschluss über 15  000 Euro aus dem Stadtsäckel eine Formsache. Der Antrag wurde einstimmig und ohne Aussprache genehmigt.

Geteilt war dagegen die Auffassung im Ausschuss über einen zusätzlichen Eingang für das Landesgartenschaugelände (LGS) am Rosengarten: Ein Antrag der CDU, die Schaffung eines solchen Einganges wenigstens zu prüfen, wurde von allen anderen Fraktionen abgelehnt.

Die Forderung, neben Zugängen am Südufer des Großen Eutiner Sees sowie am Schloss einen weiteren am Rosengarten zu schaffen, hatte der Geschäftsmann Dieter Schönke jüngst bei einer Podiumsdiskussion formuliert. Ohne ein solches Tor würden die Geschäfte am Rosengarten von den Besuchern der Landesgartenschau abgeschnitten, argumentierte Schönke.

Die CDU war bereit, diese Forderung wenigstens von der Verwaltung durchrechnen zu lassen. Doch dieser Auftrag wurde nicht erteilt: Ein weitere Eingang mit Personal und Toiletten sei auf jeden Fall zu teuer, beschied Detlef Kloth den Prüfantrag, und mit den Kosten argumentierten auch Eike Diller (Grüne), Margret Möller (FDP) und Malte Tech (FWE). Im übrigen sei am Rosengarten ein Ausgang geplant, merkte Diller an, und das mache Sinn, da LGS-Besucher ihren Rückweg durch die Stadt antreten könnten.

Wiederum einstimmig genehmigte der Ausschuss einen Zuschuss von 3000 Euro für einen Anrufbus (Alfa), der zwischen Scharbeutz und Eutin verkehrt. Die mit einem Kleinbus bediente Linie gibt es seit einem Jahr und verzeichnet wachsende Fahrgastzahlen, neben der Gemeinde Scharbeutz und dem Kreis beteiligt sich nun auch die Stadt Eutin an der Subventionierung dieser Buslinie. Im vergangenen Jahr hatten von Januar bis September 942 Fahrgäste diese Möglichkeit genutzt, vom Strand in die Kreisstadt oder auch in die andere Richtung zu kommen.

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