Malente : Kein besserer Tarif für die Malenter Gemeindewerker

Wer bei den Gemeindewerken auf einen besseren Tarifvertrag gehofft hatte, wurde enttäuscht.
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Wer bei den Gemeindewerken auf einen besseren Tarifvertrag gehofft hatte, wurde enttäuscht.

Aber: Eine externe Firma soll jetzt prüfen, ob Mitarbeiter noch richtig eingruppiert sind

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25. Januar 2015, 17:09 Uhr

„Massive Abwerbeversuche“ bei den Gemeindewerken ließen vor gut zwei Jahren im damaligen Werkausschuss die Alarmglocken schrillen. Es setzten Überlegungen ein, die Beschäftigten des Eigenbetriebs durch den Wechsel in einen anderen Tarifvertrag besser zu bezahlen und möglichen Abwanderungsgedanken auf diese Weise zu begegnen. Doch lange passierte nichts. Es gab eine Kommunalwahl und einen neuen Werkausschuss. Der hat sich des Themas nun wieder angenommen und entschieden: An den Tarifen ändert sich nichts.

Die Gemeindewerker werden weiterhin nach dem Tarifvertrag Öffentlicher Dienst (TVöD) bezahlt. Der sieht eine deutlich niedrigere Entlohnung vor als der Tarifvertrag Versorgungsbetriebe (TVV), der erst ab 20 Mitarbeitern vorgeschrieben ist. Werkausschussvorsitzender Peter Sauvant (Grüne) bedauerte die Entscheidung des Ausschusses, gegen die er sich als einziger gestemmt habe: „Langfristig werden die Leute, die höher qualifiziert sind, gehen“, befürchtet er. Andernorts gebe es außerdem bessere Aufstiegsmöglichkeiten.

Doch auf den Wettbewerbsnachteil will die trotzdem Gemeinde reagieren, erklärte Bürgermeister Michael Koch. Dafür solle ein externes Unternehmen die Arbeitsplätze der zehn Mitarbeiter der Gemeindewerke unter die Lupe nehmen und prüfen, ob diese im Hinblick auf ihre Qualifikationen noch in der richtigen Gehaltsstufe eingruppiert seien. So solle dauerhaft sichergestellt werden, dass die Gemeindewerke qualifizierte Arbeitskräfte halte und bei Personalwechseln auch bekomme. „Es geht darum, dass wir auch Leistung honorieren wollen“, erläuterte Koch. Der Verwaltungschef betonte, dass kein Mitarbeiter schlechter gestellt werde.

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