Bad Malente : Kein Bedarf an "5-Sterne-Villen"

Der Planungsausschuss legte am Dienstag die Pläne für ein Baugebiet am Kellersee auf Eis.

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17. Februar 2011, 12:14 Uhr

Die Aussicht, es bald nicht nur mit einer, sondern zwei Bürgerinitiativen gegen ein und dasselbe Vorhaben zu tun zu haben, war denn wohl doch ein bisschen viel: Der Planungsausschuss hat am Dienstagabend einstimmig bei Enthaltung des Ausschussvorsitzenden Klaus Schützler (CDU) beschlossen, die Pläne für ein Baugebiet am Ende der Kellerseestraße (B-Plan Nr. 71) nicht weiter zu verfolgen.

"Wir sind der Meinung, es gibt genug andere Plätze", gab CDU-Fraktionschef Wolfgang Kienle die Auffassung seiner Fraktion wieder. Es gebe in Malente keinen Bedarf nach "5-Sterne-Villen". Mit dieser Einschätzung war er nicht allein. So kritisierte SPD-Fraktionschef Jürgen Redepenning den Zickzack-Kurs des Investors in der Erschließungsfrage. Zunächst sei die Erschließung über die Straße "Am Hünengrab" geplant gewesen, dann über die Kellerseestraße und nun nach ein paar Jahren Ruhe wieder über "Am Hünengrab". Das könne so nicht sein, rügte Redepenning und erklärte: "Das heißt für mich, wir haben keine Erschließung." Ihn habe außerdem noch niemand gefragt, wann er dort bauen könne.

Während Thomas Paprotta die Ablehnung der Grünen mit der so oder so problematischen Erschließung begründete, wies FDP-Fraktionschef Wilfred Knop darauf hin, dass der Investor bislang immer noch keine Ausgleichsflächen für sein Vorhaben präsentiert habe. Ganz abschreiben wollte er das Vorhaben aber nicht: "Wir sollten sagen, das ist zurzeit kein Thema für uns, das hindert uns ja nicht, das wieder aufzunehmen."

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