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Keime: „Intermar“-Bewohner sollen Trinkwasser immer noch abkochen

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Bewohner des „Intermar“-Hotels schlagen sich immer noch mit den Folgen verkeimten Trinkwassers herum. Ein Mitarbeiter des Gesundheitsamts des Kreises Ostholstein bestätigte, dass immer noch eine Abkochverfügung bestehe. „Wir lassen das so lange bestehen, bis wir die völlige Keimfreiheit nachweisen können“, hieß es. Allerdings lasse sich auf jeden Fall eine Besserung erkennen. So sei der Grad der Verkeimung durch die von der Gebäudeverwaltung ergriffenen Maßnahmen mittlerweile deutlich zurückgegangen. Es seien zuletzt nur noch vereinzelt geringe Mengen an Coli-Bakterien nachgewiesen worden. Nun seien noch kleinere Restarbeiten notwendig, um das Problem nachhaltig zu lösen, heißt es aus der Kreisverwaltung.

Bereits im Mai vergangenen Jahres waren dem Kreisgesundheitsamt Verunreinigungen des Trinkwassers im Intermar gemeldet worden. Im Juni schien das Problem durch Spülmaßnahmen zunächst behoben, doch dann tauchten im Oktober wieder Keime auf. Seitdem gilt erneut eine Abkochverfügung. Auf Anordnung des Kreises zog die Hausverwaltung außerdem einen Fachmann für Trinkwasserhygiene hinzu. Auf dessen Analyse hin legte ein Installationsbetrieb Teile der Leitungen still und kürzte andere Leitungen. Außerdem wurden die Rohre erneut intensiv gespült.

Im vergangenen Februar habe der Experte ein Gefährdungsgutachten angefertigt und kurz-, mittel- sowie langfristige Maßnahmen vorgeschlagen, erklärte der Verwalter des Intermar, Volker Moltzen. Erste Maßnahmen sollten jetzt umgesetzt werden, kündigte er an. Außerdem werde es wiederum Spülungen geben.

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erstellt am 02.Apr.2015 | 15:01 Uhr

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