Sierksdorf/Süsel : Keime gefunden: Trinkwasser besser abkochen

Wasser muss fließen, ansonsten können sich Keime im Trinkwasser bilden.
Wasser muss fließen, ansonsten können sich Keime im Trinkwasser bilden.

Grenzwertüberschreitung bei Keimen im Wasserwerk Süsel entdeckt.

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25. Januar 2019, 16:27 Uhr

Süsel | Aus vorsorglichem Verbraucherschutz rät die ZVO Energie GmbH ihren Kunden im Versorgungsgebiet des Wasserwerks Süsel, vorübergehend das Trinkwasser abzukochen. Hintergrund ist eine entsprechende Empfehlung des Gesundheitsamtes, nachdem bei routinemäßigen Überprüfungen der Trinkwasserqualität bei einer einzelnen Probe im Vorbefund ein Verdacht einer Überschreitung des Grenzwertes bei Keimen festgestellt wurde. „Da es sich um einen Vorabbefund handelt, finden aktuell weitere umfangreiche Probeentnahmen statt“, sagte ZVO-Sprecherin Nicole Buschermöhle. Erst nach deren Auswertung durch ein unabhängiges Labor könne eine finale Einschätzung der Auffälligkeiten erfolgen. Das Unternehmen steht hierzu in engem Austausch mit dem Gesundheitsamt des Kreises Ostholstein.

Vor allem bei immungeschwächten Menschen könne keimbelastetes Trinkwasser, wenn es zu Nahrungsmittelzubereitung und zum Trinken genutzt werde, die Gesundheit beeinträchtigen. Da Keime sehr hitzeempfindlich sind, sterben sie im kochenden Wasser ab. In folgenden Fällen sollte das Wasser daher abgekocht werden: zum Trinken sowie zur Zubereitung von Getränken, zur Zubereitung von Nahrung, insbesondere für Säuglinge, Kleinkinder und Kranke, zum Abwaschen von Salaten, Gemüse und Obst, zum Spülen von Gefäßen und Geräten, in denen Lebensmittel zubereitet oder aufbewahrt werden, zum Zähneputzen und zur Mundpflege, für medizinische Zwecke und zum Herstellen von Eiswürfeln zur Kühlung von Getränken.

Zu Reinigungszwecken, für Haustiere und Vieh sowie für die Toilettenspülung sei kein Abkochen nötig, so Buschermöhle. Auch bei der Körperpflege – Waschen, Duschen, Baden – könne auf das Abkochen verzichtet werden.

Betroffene Gemeinden und Ortschaften:

Altenkrempe: Altenkrempe, Hasselburg, Kassau, Klaushorst, Plunkau, Sibstin, Sierhagen, Stolpe

Bosau: Braak, Klenzau

Harmsdorf: Güldenstein, Kayhof

Kasseedorf: Freudenholm, Griebel, Kasseedorf, Sagau, Stendorf, Vinzier

Scharbeutz: Gronenberg, Haffkrug, Pönitz, Pönitz am See, Scharbeutz, Untersteenrade

Schönwalde: Halendorf, Hobstin, Langenhagen, Mönchbuschkate, Mönchneversdorf, Neupetersdorf, Rethwisch, Scheelholz, Scheidekate, Schönwalde, Vogelsang

Sierksdorf: Övelgönne, Roge, Sierksdorf, Stawedder

Süsel: Barkau, Bujendorf, Ekelsdorf, Fassensdorf, Gömnitz, Gothendorf, Kesdorf, Middelburg, Ottendorf, Süsel, Woltersmühlen

Wangels: Barensdorf, Döhnsdorf, Farver Burg, Friederikenhof, Grammdorf, Hansühn, Kreuzkate, Kükelühn, Meischensdorf, Neutestorf, Testorf, Testorfer Felde, Wangels, Wasbuck

Neustadt, Pelzerhaken und Rettin.
 

Der Zweckverband hat ein Bürgertelefon für weitere Fragen rund um die Vorsorgemaßnahme eingerichtet: 04561/399-291.

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