„Kaum noch Bewerber “

Susanne Damlos, Einstellungsberaterin der Polizei, im Gespräch mit Evin und ihre Mutter.
Susanne Damlos, Einstellungsberaterin der Polizei, im Gespräch mit Evin und ihre Mutter.

Arbeitgeber bestückten 3. Berufsmesse für Schüler

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27. September 2015, 15:31 Uhr

Reichlich Informationen über Voraussetzungen und Karrieremöglichkeiten gab es bei der dritten Informationsmesse „Beruficus“ in der Schule am Schiffsthal, und die Messe wurde gut besucht. Schüler der Gemeinschaftsschule und des Gymnasiums Schloss Plön ab den 8. Klassen nutzten den Sonnabend ausgiebig, um bei über 20 regionalen und überregionalen Betrieben, bei Stadt- und Kreisverwaltung, bei Landes- und Bundespolizei, Finanzamt sowie Bundeswehr Informationen über Berufswege zu sammeln.

„Diese Messe ist eine gute Hilfe, wenn man gar keine Ahnung hat, was man werden möchte. Man fühlt sich dann sicherer“, sagte die 16-jährige Cara aus Schönweide. Während sich die jüngeren Schüler nach Praktikaplätzen erkundigten, waren die Fragen der Schüler der höheren Jahrgänge schon konkreter. Dabei war nicht das Thema Einkommen vorrangig, sondern welche Grundvoraussetzungen für eine Ausbildung, ein Studium oder eine duale Variante gefordert werden.

Den Beruf der Polizistin kann sich Evin gut vorstellen. „Ich habe mich zuerst im Internet informiert, und ich denke, dass das ein abwechslungsreicher und spannender Beruf ist“, meint die 14-jährige Plönerin. Schon lange interessiere sich ihre Tochter für den Beruf, erzählte Evins Mutter, Hamdye Bayar. Für eine Einstellung sei ein guter Realschulabschluss oder Abitur, sportliche Fitness und eine Mindestkörpergröße von 1,60 Meter die Voraussetzungen, schilderte die Einstellungsberaterin Susanne Damlos.

Der direkte Kontakt zu potenziellem Berufsnachwuchs wird für die Unternehmen wichtiger denn je, der Fachkräftemangel wird in nahezu allen Berufsbereichen spürbar: „Wir haben kaum noch Bewerber für den Beruf des Kraftfahrzeug-Mechatronikers“, berichtet André Chwalek, der in einem Kieler Autohaus im dritten Lehrjahr ist und Schülern Auskunft über seinen Beruf gab.

Als einen Grund, warum der einst von so vielen Jugendlichen angestrebte Beruf immer weniger Bewerber lockt, vermutet Chwalek, dass eione wachsende Zahl junger Leute studieren will. Er selbst schließt sich dabei nicht aus: Nach dem Abschluss seine Lehre wolle er seine BerufskKarriere ebenfalls mit einem Studium voranbringen.







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