Malente: Aldi soll wieder abgerissen werden : Kaum gebaut, schon veraltet

Der bestehende Markt des Discounters lässt sich kaum erweitern, deshalb will Aldi abreißen und neu bauen.
Der bestehende Markt des Discounters lässt sich kaum erweitern, deshalb will Aldi abreißen und neu bauen.

Aldi will seinen nicht einmal zehn Jahr alten Markt in Malente abreißen und neu bauen – er ist nicht groß genug

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21. März 2014, 18:00 Uhr

Dem Bau des Malenter Aldi-Markts an der Lütjenburger Straße ging seinerzeit ein zähes planungsrechtliches Ringen voraus. Nirgendwo sonst habe er so lange für die Umsetzung gebraucht, erinnerte sich der Investor damals. Das war Ende 2004. Doch nun will der Discounter das nicht einmal zehn Jahre alte Gebäude schon wieder abreißen lassen und auf demselben Grundstück neu bauen – es entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Am Dienstag, 25. März, soll sich der Planungsausschuss ab 17 Uhr im Rathauses mit dem Vorhaben befassen. Die Gemeinde will dafür den vorhabenbezogenen Bebauunngsplan Nr. 64 ändern.

Wachstum ist angesagt. Von derzeit rund 900 Quadratmetern soll die Verkaufsfläche auf mindestens 1200 Quadratmeter steigen – mit Erweiterungsoption um weitere 250 Quadratmeter. „Die Gründe hierfür liegen in dem geänderten Konsum- und Einkaufsverhalten der Kunden und neuen Gesetzen, wie zum Beispiel der Pflicht zur Leergutrücknahme“, heißt es in einem Schreiben der Aldi-Immobilienverwaltung an die Gemeinde. Das ausgedehnte „Frischesortiment“ – Obst und Gemüse – sowie mehr Kühl- und Tiefkühlprodukte beanspruchten mehr Platz, ebenso neue Warengruppen wie Zeitschriften und eine Backstation.

Die Konsequenz: Der Markt muss länger und breiter werden. Eine Erweiterung des bestehenden Gebäudes sei jedoch unwirtschaftlich und mit zu vielen Kompromissen behaftet. Denn eine Verlängerung des Gebäudes ist durch die Grundstücksgrenzen nicht möglich und eine Verbreiterung werde durch die tragende Außenwand verhindert.

Die Aldi-Planer haben drei Varianten vorgelegt. Dabei soll entweder ein 72 Meter langer Baukörper direkt an der Lütjenburger Straße entstehen oder ein Gebäude auf dem hinteren Grundstücksteil, das 82 oder 88 Meter lang wäre. Alle drei Varianten stünden anders als derzeit parallel zur Lütjenburger Straße. Dabei wäre die Anlieferung einmal hinter dem Gebäude (mit Lärmschutzwand) und einmal linksseitig dort, wo die Malenter Au fließt. Die Zufahrt erfolgt in jedem Fall weiterhin über die Sandkuhle.

Die Variante direkt an der Straße würde zwar die derzeit bestehende Vorgabe einer Straßenrandbebauung erfüllen, heißt es in den Unterlagen. Nachteilig wäre jedoch, dass die unattraktive Fassade ohne Fenster direkt an der Straße läge und der Lärm durch den Kundenverkehr direkt auf das Wohngebiet Sandkuhle einwirke.

> Auch in Plön soll der Aldi-Markt neu gebaut werden. In Malente gehen zudem die Planungen für eine erhebliche Vergrößerung des Sky-Marktes auf die Zielgerade.

Seiten 4 und 6

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