Katharina von Assaulenko in 30 Porträts ihres Mannes

Die Gattin, ein Ölgemälde aus dem August 1970.
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Die Gattin, ein Ölgemälde aus dem August 1970.

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13. August 2018, 14:58 Uhr

„Katharina von Assaulenko zum 100. Geburtstag – Muse ihres Mannes“ heißt eine Sonderausstellung, die heute (20. August) um 18.30 Uhr im Foyer der Förde- Sparkasse in Plön eröffnet wird. Bis zum 21. September sind etwa 30 Porträts zu sehen, die Alexej von Assaulenko von seiner Frau Katharina gemalt hat.

Sämtliche Exponate stammen aus 1992 in Plön gegründeten „Alexej von Assaulenko Kulturstiftung“, die über 2000 Werke des Künstlers, darunter über 100 Porträts seiner Gattin, verwahrt. Seine Frau Katharina starb am 6. Februar 1997 in Plön und wäre in diesem Sommer 100 Jahre alt geworden.

Alexej von Assaulenko wurde 1913 in Lubny/ Ukraine geboren, studierte an der Kunstakademie St. Petersburg Malerei. 1941 lernt er die Bakteriologin Katharina Jaroschenko (geboren am 28. Juli 1918 in Rublevka/Poltawa) kennen, sie heiraten am 22. Juni 1941. Zwei Jahe späer begibt sich das Ehepaar zusammen mit Alexej von Assauelenkos Eltern auf die Flucht. 1945 kommen sie in Plön an, wo sie fortan gemeinsam leben.

Katharina von Assaulenko verzichtete nach ihrer Ankunft in Deutschland auf eine Berufsausübung. Sie widmete sich ganz ihrem Mann und dessen Kunst, der sie beim Malen gern um sich hatte. Sie erledigte weitgehend alle Dinge des Alltags, damit sich der Künstler auf seine Arbeit konzentrieren konnte, sie nahm an seinem Ringen mit den Werken regen Anteil und begleitete ihn auf seinen Reisen.

Der Künstler blieb der gegenständlichen Malerei treu, obwohl er nahe zu alle malerischen Techniken beherrschte, und widmete sich vornehmlich der Landschafts- und Porträtmalerei. Seine Frau saß ihrem Mann sehr oft Modell. Unter anderem entstand ein Bilderzyklus von ihr, zu dem der Künstler sie jeweils zu ihrem Geburtstag, am 28. Juli, malte.

Bei den Porträts seiner Frau konnte er experimentieren, was die Farbgebung, die Pinselführung, die Position des Modells aber auch das Spielen mit dem Hintergrund betraf. So bieten die Porträts von Katharina eine Bandbreite der Porträtauffassung des Künstlers und seiner Malerei.

Noch gut 20 Jahre nach ihrem Tod ist Katharina von Assaulenko in ihrer stets eleganten Erscheinung vielen Plönern in guter Erinnerung. Ein Vielzahl der Gemälde des Künstlers, der zusammen mit seiner Frau stets von dem Verkauf seiner Bilder leben konnte, sind im privaten Besitz oder in öffentlichen Gebäuden oder Arztpraxen rund um Plön zu sehen.

Ende der 1960er Jahre unternahm Katharina von Assaulenko einen „Versuch einer Synthese seines Schaffens“: Darin heißt es: „Nur sein Drang zum Malen ist von ununterbrochener Dauer, und er bestimmt sein Leben voll und ganz. Das schöpferische Leben des Künstlers - ist in höchstem Maße ein ethisches Leben!“

Katharina von Assaulenko ist diese Ausstellung gewidmet, dkie finanziell durch die Förde-Sparkasse unterstützt wird. Zu Eröffnung heute Abend sprechen Peter Sönnichsen für den Stiftungsrat der Alexej von Assaulenko-Kulturstiftung und Julia Meyer M.A. als Stiftungskuratorin der Stiftung und Kuratorin der Ausstellung.

Die Ausstellung ist bis zum 21. September zu den Öffnungszeiten der Filiale zu sehen: Montags bis freitags 9 bis 12 Uhr, zusätzlich montags und freitags 14.30 bis 16 Uhr sowie donnerstags von 14.30 bis 18 Uhr.

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