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Ostholsteiner Anzeiger

21. August 2017 | 01:50 Uhr

Katastrophenstäbe üben am grünen Tisch

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Es war zum Glück nicht Realität, sondern nur ein Übungsszenario: In Stockelsdorf ist ein Flugzeug abgestürzt. Dieses Ereignis hat Auswirkungen weit über den Ort hinaus: Weil das Umspannwerk betroffen ist, fällt die Stromversorgung in ganz Schleswig-Holstein und darüber hinaus in Teilen von Hamburg aus. Dieses Szenario war Basis einer sogenannten Stabsrahmenübung der Unteren Katastrophenschutzbehörde der Kreise Ostholstein und Segeberg. Eine gemeinsame Übungsleitung hatte die „Trockenübung“ für die beiden Führungsstäbe aus Eutin und Segeberg seit gut einem halben Jahr vorbereitet.

Aufgaben der Führungsstäbe waren angesichts der Übungslage im Wesentlichen die Gefährdungsabschätzung und vorbeugende Planungen auf der Basis der Lageentwicklung, das Koordinieren des Einsatzgeschehens und die Anforderung von Kräften und Einsatzmittel aus anderen Bundesländern. Darüber hinaus sollte erprobt werden: die Information der Bevölkerung bei Ausfall der Kommunikationsverbindungen wie Telefon und Medien, die Erstellung von Konzepten, zum Beispiel für die Versorgung von Einsatzkräften und die Beschaffung von Material, zum Beispiel Notstromaggregate.

Die reine Übung dauerte einen Tag. Hinzu kamen die Vorbereitung der Stabsräume am Vortag sowie eine Nachbesprechung zusammen mit der Übungsleitung am Folgetag.

Insgesamt zeigten sich die Leitungen der Kreise mit dem Verlauf der Übung zufrieden. Dieses Urteil teilten Experten der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (AKNZ), die als neutrale Beobachter fungierten.

Die Einbindung eines Fachberaters der Netz AG Schleswig-Holstein bei diesem Übungsszenario habe sich als gut erwiesen, es sei eine gute Hilfe bei Entscheidungen gewesen. Die Zusammenarbeit soll künftig vertieft werden.

Die festgelegten Ziele dieser Übung seien erreicht worden: die Arbeit in den neu eingerichteten Stabsräumen des Kreises in Eutin, die Kommunikation aller Beteiligten untereinander und die Einbindung der neuen Stabsmitglieder in die Gefahren- und Katastrophenabwehrleitung. Man werde auch weiterhin den Ernstfall proben, um Sicherheit in der Stabsarbeit und frühes Handeln zu erreichen, laute das Fazit der Übungsbeteiligten, hieß es im Pressedienst des Kreises Ostholstein.

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erstellt am 23.Mai.2014 | 11:20 Uhr

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