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Eutin : Katasteramt soll im April fertig sein – Abriss im Lindenbruch geplant

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Pläne der Stadt Eutin, Wohnraum für die Flüchtlinge zu finden, laufen mit Blick auf die aktuelle Quote für dieses Jahr von 366 Flüchtlingen weiter auf Hochtouren.

shz.de von
erstellt am 16.Jan.2016 | 06:31 Uhr

Die Pläne der Stadt Eutin, geeigneten Wohnraum für die Flüchtlinge zu finden, laufen mit Blick auf die aktuelle Quote für dieses Jahr von 366 Flüchtlingen weiter auf Hochtouren.

Der Bauantrag für das ehemalige Katasteramt in der Vahldiekstraße ist laut Ordnungsamtsleiterin Julia Lunau in den letzten Zügen. Sie rechne damit, dass das Gebäude nach einem Umbau bis Anfang April bezugsfertig ist. Insgesamt soll dort Platz für bis zu 50 Flüchtlinge sein.

Das Appartmenthaus des alten Appartment- und Hotelgebäudes Wiesenhof in Fissau wird derzeit noch von rund 20 Flüchtlingen bewohnt. „Einige von ihnen sind aber schon anerkannt, sodass wir für sie eigene Wohnungen suchen können“, sagte Lunau. Den Wiesenhof hat die Stadt bis Juni gemietet, im Anschluss plant hier das Elmshorner Wohnungsbauunternehmen Semmelhaack den Bau von rund 36 altersgerechten Wohnungen.

Am Mittwoch, 20. Januar, werden die Anwohner um 19 Uhr im Redderkrug über die geplante Unterbringung von Flüchtlingen im Hotel informiert (wir berichteten). Die Stadt hat die Appartments gemietet, die nach und nach vom Eigentümer mit Pantryküchen für die Eigenversorgung ausgestattet werden. Je nach Belegung sei hier auch Platz für rund 50 Personen.

Im jüngsten Bauausschuss teilte Simone Handschuck, Fachdienstleiterin für Zentrale Immobilien mit, dass die beiden seit Jahren leerstehenden Gebäude fünf und sechs im Lindenbruchredder abgerissen werden sollen, um bei Bedarf Platz für Container zu haben. „Um die Situation vor Ort zu verbessern, haben wir schon Duschcontainer für die Bewohner aufgestellt“, so Handschuck.

Ein großes Fragezeichen steht für die Verwaltung gerade hinter dem Gebäude Weidestraße 24. Ursprünglich sollten im einstigen Ackerbürgerhaus, jetzt genutzt als städtische Schlichtwohnungen, auch für etwa acht Flüchtlinge saniert und Wohnraum geschaffen werden. Doch die Prüfung eines Statikers bestand das Gebäude nicht. Es ist stark sanierungsbedürftig und das Einstürzen einer Giebelwand wird derzeit mit einer Holzkonstruktion verhindert (wir berichteten). „Eine Belegung ist in diesem Zustand nicht möglich“, machte Handschuck deutlich. Eine Wohnung im Erdgeschoss werde bewohnt. Doch Politik müsse sich generell einmal mit der Frage auseinander setzen, was mit dem denkmalgeschützten Gebäude in städtischem Besitz geschehen soll. In der nächsten Sitzung des Bauausschusses soll darüber diskutiert werden.

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