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Kasseedorf will Neubaugebiet – Flächen werden geprüft

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 22.Mai.2017 | 00:05 Uhr

„Lasst uns die Sache ganz unaufgeregt angehen und einen Schritt nach dem anderen machen.“ Mit diesem Satz leitete Mirko Strunge (SPD) als Vorsitzender des Kasseedorfer Bauausschusses den Tagesordnungspunkt „Baulücken in Kasseedorf“ ein. Nach eingehender Diskussion machten die Mitglieder den ersten Schritt und sagten einstimmig „ja“ zu einem Neubaugebiet dessen Standort nun allerdings zu klären ist.

Auf dem Weg zu diesem Beschluss verloren sich die Kommunalpolitiker immer wieder in Detailfragen wie Anzahl und Größe möglicher Grundstücke und die Frage der Erschließung. Strunge forderte indes eine Entscheidung, ob 19 Jahre nach dem letzten Neubaugebiet „Op’n Kamp“ überhaupt ein weiteres gewünscht sei. Eine dem Ausschuss vorliegende Analyse des Bauamtes hatte ergeben, dass es zwar noch zahlreiche Baulücken in Kasseedorf und den umliegenden Dörfern gebe, eine aktive Vermarktung aber nicht möglich sei, da alle in Frage kommenden Grundstücke in Privatbesitz sind. „Die Entscheidung für ein Neubaugebiet müssen alle Schultern tragen“, forderte Strunge die Einheit der Fraktionen. Das Thema sei zu wichtig und langfristig, um im bevorstehenden Wahlkampf zerredet zu werden.

Karl Witt (SPD) mahnte zur Eile: „Wir müssen jetzt was machen. Noch sind die Zinsen niedrig.“ Martin Boesmann (CDU) stellte sich die Frage, ob Kasseedorfs Infrastruktur reiche, um das Neubaugebiet auch erfolgreich vermarkten zu können. Ähnliche Bedenken hatte Dirk Butenhoff (CDU), der seine Entscheidung von der Größe des Gebietes abhängig machen wollte. „Die Vermarktung ist Schritt zwei“, erwiderte Strunge. Am Ende überzeugte die offene Vorgehensweise. Unabhängig vom bestehenden Flächennutzungsplan, der nur noch eine Entwicklungsmöglichkeit am Voßberg vorsieht, soll mit Eigentümern möglicher Flächen gesprochen werden. Sobald es positive Resonanz gebe, solle die Verwaltung prüfen, welche Chancen unter Berücksichtigung des Landesentwicklungsplanes für eine Änderung des Flächenplanes bestehen. Möglich ist dies schon jetzt nur noch innerhalb des Ortes Kasseedorf. Sagau, Griebel oder Vinzier hat das Land bereits ausgeschlossen.

Parallel sprach sich der Ausschuss dafür aus, die Eigentümer der noch bebaubaren Grundstücke anzusprechen, um deren Bereitschaft zum Verkauf zu erfragen. Mit diesem Wissen könne die Verwaltung auch ohne Neubaugebiet auf Anfragen potenzieller Bauherren reagieren und Kontakte herstellen.

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