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Ostholsteiner Anzeiger

26. September 2017 | 07:46 Uhr

Kasseedorf vertagt Thema Asphaltwerk

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 15.Mai.2016 | 12:20 Uhr

Trotz einer umfangreichen Darstellung der neuesten Pläne und Umweltgutachten zum Bebauungs- und Flächennutzungsplan für das Betriebsgelände des Asphaltmischwerkes Stendorf stiegen die Mitglieder des Bauausschusses der Gemeinde Kasseedorf in ihrer jüngsten Sitzung nicht in die Diskussion ein. Darauf hatte man sich eingangs verständigt, weil die Stellungnahme des Investors zu den Beschlüssen des Ausschusses erst am Tag vor der Sitzung vorgelegen hatte.

Planer Andreas Nagel verwies darauf, dass die damals abgelehnte Reduzierung der Nutzfläche bei 80 Prozent bleiben müsse, um den Kiesabbau zu ermöglichen. Auch warb er dafür, eine zweite Halle im südöstlichen Teil des Geländes zuzulassen. Eine zweite Betreiberwohnung, die der Investor schaffen möchte, würde wohl entsprechend des Gemeindebeschlusses auch von der Landesplanung nicht akzeptiert werden. Die Erweiterung der zulässigen Fläche für das Bürogebäude von 400 auf 600 Quadratmeter sei hingegen plausibel begründet worden. Der Investor sehe 30 Arbeitsplätze vor, die zum Teil auch aus Lensahn verlegt werden sollen.

Ausführlich schilderte Landschaftsplaner Dr. Florian Liedl seine Arbeiten und die Entstehung des Umweltberichtes, der auch Bestandteil des B-Planes werde. Die Vorprüfung für das FFH-Gebiet „Obere Schwentine“ sei zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Vollprüfung nicht erforderlich sei. Die Ausgleichsflächen für die Erweiterungen auf dem Gelände würden in erster Line am südlichen Rand und westlich entlang des Marius-Böger-Weges entstehen. Ausgleich für die Asphaltmischanlage seien nicht vorgesehen, die gelte als Bestand und sie sei nach Emissionsschutzgesetz genehmigt worden.

Die Ausführungen zur Ausgleichsfläche hinterfragte ein Stendorfer Bürger in der Einwohnerfragestunde. Dr. Liedl habe auf Befragen gesagt, dass er nichts von bereits 1992 für den Kiesabbau festgelegten Ausgleichsflächen im Bereich des aktuellen Planungsgebietes wisse.

Der Ausschussvorsitzende Mirko Strunge (SPD) teilte die Auffassung, dass eine wiederholte Ausweisung der gleichen Flächen nicht möglich sei. Er könne aber nicht sagen, warum der Planer von diesen Festlegungen der Naturschutzbehörde nichts wisse. Dies gehöre zu den Fragen, in der folgenden Sitzung geklärt werden müsse.

Ohne weitere Beratungen beschloss der Ausschuss einstimmig die Stellungnahme der Gemeinde zur Neuaufstellung des Teilregionalplanes über die Windenergieflächen. In einer Sondersitzung der Gemeindevertretung am 25. Mai solle diese mit dem Ziel, zwei Eignungsflächen zwischen Stendorf und Bergfeld aus den Planungen zu streichen, beschlossen werden.

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