zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

11. Dezember 2017 | 10:55 Uhr

Kasseedorf regelt Sportförderung neu

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Richtlinien sollen die Ausgaben der Gemeinde für Sportvereine systematisieren

von
erstellt am 02.Sep.2015 | 10:48 Uhr

Eine „Richtlinie zur Bewilligung von Zuschüssen der Sportförderung“ haben in Ostholstein nur wenige Gemeinden. Diese Feststellung traf Bürgermeisterin Regina Voß (SPD) am Dienstag im Sozialausschuss vor der Diskussion über ein derartiges Regelwerk. Grund sei, dass die wenigsten Vereine eigene Liegenschaften hätten und
eine Sportförderung indirekt durch die Bereitstellung von Sportstätten erfolge.

In der 1500 Einwohner zählenden Gemeinde gebe es allein vier Sportvereine. Der Griebeler Sportverein (GSV), mit 496 Mitgliedern zu Jahresbeginn auf Platz 32 der 191 Sportvereine im Kreis, betreibe mit der Mehrzweckhalle in Griebel sowie Tennis- und Fußballplatz in Vinzier gleich drei Sportstätten.

Die Finanzierung dieser Liegenschaften hatte den GSV schon mehrfach in Bedrängnis gebracht. Trotz großem Engagement der Mitglieder hatten erhebliche Finanzspritzen der Gemeinde den Verein gerettet. Zuletzt ging es für die Gemeinde Kasseedorf um einen Zuschuss für einen Wasseranschluss am Fußballplatz.

Mit einer Richtlinie wolle man weg von einer aus der Not heraus geborenen Bezuschussung, die vornehmlich den GSV erreiche, sagte Voß weiter. Es müsse die Gleichbehandlung aller Vereine unter dem Aspekt der Förderung der Jugendarbeit erreicht werden. Dabei sollten aber auch Liegenschaften berücksichtigt werden. Darüber waren sich alle Mitglieder des Sozialausschusses auf seiner Sitzung am Dienstag einig, als sie den Entwurf der Richtlinie berieten.

Fraktionssprecher Lothar Moos stellte zu Anfang klar, dass die WUB das Papier wie vorgelegt auch in der Gemeindevertretung am 30. September unterstützen werde. Nur über die Höhe des Zuschusses, der pro Jugendlichem gezahlt werden solle, müsse noch gesprochen werden. Ähnlich war der Tenor der SPD-Fraktion. Ute Scharf setzte sich mit Nachdruck für die Verabschiedung einer Richtlinie ein.

Ausgiebig diskutierte wurde, ob in die Regeln eine Mindestzahl von 50 Mitgliedern unter 18 Jahren aufgenommen werden sollte. Dagegen sprach sich neben anderen der Ausschussvorsitzende Stefan Maier (WUB) aus: Das wäre eine Missachtung der Jugendarbeit kleiner Vereine. Einmütig begrüßt wurde, dass beim Zuschuss nur aktive Sportler zählen.

Von den CDU-Mitgliedern im Ausschuss kritisierte Dirk Butenhoff, stellvertretender Vorsitzender des GSV, dass Förderanträge im Voraus für das kommende Jahr gestellt werden müssten. Wie solle ein Verein auf plötzliche Defekte und Reparaturen reagieren?

Jeder Verein müsse den Zustand seiner Geräte und Liegenschaften kennen, Reparaturen seien Unterhaltungen und nach der Richtlinie mit dem Festzuschuss abgegolten, hielten andere Ausschussmitglieder diesem Hinweis entgegen.

Für den Kauf von Sportgeräten sieht der Entwurf einen Zuschuss von einem Drittel bis zu 500 Euro vor. Einstimmig beschloss der Ausschuss, die Richtlinie der Gemeindevertretung vorzulegen. Bis dahin soll noch die Höhe der Pro-Kopf-Zuschüsse auf Basis der bislang geflossenen Sportförderung ermittelt werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen